Wieder Erlbacher Schützenfest?

In der Fußball-Vogtlandklasse liegen vor dem dritten Spieltag zwei obervogtländische Vereine vorn. Das Spitzenspiel dieser Runde findet jedoch erst am Reformationstag statt.

Von Olaf Meinhardt

Die Vogtlandklasse sortiert sich weiter. Nach dem dritten Spieltag wird man vielleicht besser einschätzen könne, ob die Ambitionen, Hoffnungen und Sorgen der Vereine berechtigt sind. Momentan wird das Feld von zwei obervogtländischen Teams angeführt: Erlbach und Adorf. Unterm Strich rangieren zwei Mannschaften, die sich schon in der Vorsaison erst am Schlusstag vorm Abstieg retteten: der Reichenbacher FC II und Reumtengrün. Der Tabellenführer Erlbach steht noch ohne Gegentreffer da, während Reumtengrün noch kein Tor glückte. Das potenzielle Topspiel des Spieltages zwischen zwei noch ungeschlagenen Vereinen ist verlegt. Adorf erwartet Grünbach-Falkenstein wegen des Tages der Vogtländer erst am 31. Oktober.

Erlbach - Kürbitz. 8:0 gegen Coschütz, 6:0 in Reumtengrün - wird jetzt auch der Neuling von den Erlbachern rasiert? Daheim sind sie eine Macht, seit sieben Spielen (fünf Siege, zwei Remis) ungeschlagen. Für die SG Kürbitz ist es bereits die dritte Auswärtsfahrt. So komisch es auch klingen mag: In der Vorwoche hat sie im Aufsteigerduell in Coschütz trotz des 1:4 einen Zähler liegen gelassen, war auf dem Feld präsenter, ließ aber ihre Möglichkeiten ungenutzt. Auf den ersten Saisonsieg wird Kürbitz nach Lage der Dinge wohl weiter warten müssen, chancenlos auf einen Punkt scheint der Neuling trotz der Tatsache, in Erlbach bisher immer verloren (dreimal zwischen 2013 und 2016) zu haben, aber nicht. Im Vorjahr dauerte es bei den Obervogtländern bis zum sechsten Spieltag, ehe der erste Sieg eingefahren wurde. Jetzt sind es schon derer zwei.

Oelsnitz II - Concordia Plauen. Vier Punkte nach zwei Spielen - Oelsnitz liegt mehr als im Soll und hat sich als Aufsteiger bereits in der neuen Spielklasse gefunden. Die Concordia wartet noch auf den ersten Dreier. Dem strebte sie in der Vorwoche gegen Staffelfavorit Jößnitz entgegen, hielt aber eine 2:0-Führung nicht fest. Am Ende wurden die Punkte geteilt. Dass die Superheimserie in der Vogtlandklasse reißen wird, darüber ist man sich in Oelsnitz klar. 14 Heimspiele in Folge hat die Mannschaft gewonnen. Gegen die Plauener will die Landesklasse-Reserve noch einen draufsetzen. Die Bilanz aus Duellen im alten Fußballkreis spricht für die Oelsnitzer: sechs Siege, zwei Remis, vier Niederlagen. Beim bisher letzten Aufeinandertreffen am 31. Oktober 2009 in Oelsnitz gingen die Punkte beim 1:3 an die Plauener.

Jößnitz - Reichenbacher FC II. Dass dem Topfavoriten Jößnitz nichts geschenkt wird, zeigte Concordia im Punkt- und Pokalspiel. Was kann Reichenbach entgegensetzen? Einschließlich der Tests hat der RFC II in der noch jungen Saison alle Spiele verloren. Dabei erwies sich Jößnitz für ihn bisher als gutes Pflaster: 0:0 (2017/18) und 3:0 (2016/17) lauteten die Ergebnisse. Doch die Einheimischen stehen aktuell in ihrer besten Serie in der Vogtlandklasse. Sie haben 2018 in jedem Meisterschaftsspiel gepunktet. Mit einem Sieg will Jößnitz aufs Treppchen. Alles andere käme auch einer großen Überraschung gleich.

Neumark - Stahlbau Plauen. Beide streben einen Platz in der oberen Tabellenhälfte an. Neumark ist noch ungeschlagen, dagegen hat Stahlbau lediglich einen Punkt auf dem Konto. Saisonübergreifend haben die Männer vom Plauener Lindentempel nur eines ihrer jüngsten sieben Punktspiele verloren. Im vergangenen Spieljahr wurden beide Duelle gegen Neumark gewonnen: 3:1 und 3:0. Verliert Stahlbau, ist der Fehlstart perfekt. Neumark will in dieser Saison endlich zu alter Heimstärke zurückfinden, nachdem zuletzt nur fünf von 13 Spielen gewonnen wurden.

Heinsdorfergrund - Coschütz. Im Aufsteigerduell spricht der Heimvorteil für die Heinsdorfer, die noch ungeschlagen sind. Ihre bisher letzte Punktspielpleite datiert vom 22. April, einem 2:3 eben gegen die Coschütz. Die gab den Ausschlag für deren Kreisliga-Staffelsieg. Vorige Woche zeigten die Charakter, ließen der 0:8-Auftaktpleite in Erlbach einen Dreier gegen Kürbitz folgen und sind damit erst einmal im Soll. Einen Zähler würde der Gast wohl eher unterschreiben als die Heinsdorfer, die in den jüngsten vier Meisterschaftsvergleichen gegen diesen Kontrahenten leer ausgingen.

Reumtengrün - Weischlitz. Bekommt der bisher arg gebeutelte VfL Reumtengrün gegen einen seiner Lieblingsgegner die Kurve? Bisher gab Weischlitz stets brav die Punkte auf dem Platz an der Treba ab (1:4, 0:2, 0:3). Reumtengrün zeigte sich zuletzt aber hinten anfällig wie kein anderer Verein. Dabei lief es vor zwölf Monaten noch richtig gut, als die Rand-Auerbacher mit vier Siegen starteten. Jetzt soll der erste im aktuellen Spieljahr her.

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