Wölfe verpassen die mögliche Überraschung

Punktlos blieben die Bezirksklasse-Handballer der Region am Wochenende. Rodewisch machte dem Spitzenreiter aber das Leben schwer.

Rodewisch/Reichenbach.

Nach dem neunten Spieltag der 1. Handball-Bezirksklasse stecken beide Mannschaften der Region im unteren Tabellendrittel fest. Die Rodewischer Handballwölfe sind mit 6:12 Punkten Neunter, der HV Fortschritt Mylau-Reichenbach ist mit 2:16 Zählern Zwölfter und damit Letzter.

Rodewischer Handballwölfe - HSG Freiberg III 33:35 (12:16): Nach zwei Niederlagen gegen Aufsteiger galt Rodewisch gegen den ungeschlagenen Tabellenführer als klarer Außenseiter und wollte sich so teuer wie möglich verkaufen. Dass am Ende zwar eine respektable knappe Niederlage zu Buche stand, aber auch nicht mehr, lag wieder einmal an vermeidbaren leichten technischen Fehlern und ausgelassenen Chancen. Bei Rodewisch fehlten alle etatmäßigen Kreisläufer, auch sonst sah auf der Wechselbank spärlich aus. Aber auch die Freiberger traten nicht in Bestbesetzung an. In der Anfangsphase konnten die Wölfe die Fehler der Gäste nicht nutzen. Anstatt selbst mit zwei, drei Toren zu führen, lag sie in der 9. Minute 3:6 hinten. Langsam wurde aber der Rodewischer Angriff erfolgreicher. Er stellte bis zur 15. Minute den 8:9-Anschluss her. Nach dem 11:13 enteilten die Freiberger wieder, da die Rodewischer Fehlerquote anstieg. Mit 12:16 ging es in die Kabinen. Und obwohl die Wölfe sich für die zweite Halbzeit einiges vorgenommen hatten, verlief der Start holprig. Der Angriff leistete sich Pass- und Fangfehler, hinten bekam man keinen Zugriff auf den Rückraum der Gäste. So machte der Favorit Nägel mit Köpfen und baute seinen Vorsprung aus. Beim 14:23 in der 38. Minute drohte ein Debakel. Rodewisch stellte daraufhin Angriff und Abwehr um und erreichte eine gewisse Gleichwertigkeit auf dem Feld, ohne dass sich am Abstand etwas änderte. Bis zum 21:29 (48.) rechnete niemand in der Halle mit dem, was folgen sollte. Wie ausgewechselt agierten die Wölfe plötzlich, ließen in der Abwehr weniger zu und bestraften endlich die Fehler konsequent. Freiberg wirkte überrumpelt und bekam in der Abwehr größere Probleme. Mit einem Zwischenspurt zum 28:30 in der 54. Minute ließen die Rodewischer die Hoffnung auf etwas Zählbares aufkommen. Beim Treffer zum 31:33 erhielt Freiberg knapp zwei Minuten vor Ende eine Zeitstrafe. Den nächsten Angriff fingen die Wölfe ab und erzielten den 32:33-Anschluss. Doch trotz Überzahl konnten sie zwei weitere Gegentreffer nicht verhindern, sodass die mögliche Überraschung ausblieb. Die nächste Aufgabe am Samstag beim Tabellenzweiten Werdau wird noch schwerer. (sebt)

Rodewisch: Kämpfer - Groß (3 Tore), Kistner, Kretzschmar (2), Lösel, Maslo (9), Meisinger (3), Schnabel (16/davon 8 Siebenmeter), Walter

SV Sachsen Werdau - HV Fortschritt Mylau-Reichenbach 43:20 (22:12): Den Vogtländern stand durch Arbeit und Krankheit nur ein sehr schmaler Kader zur Verfügung. Dennoch begann das Spiel beim Tabellenzweiten ausgeglichen. Die Abwehr stand gut, Torhüter Andreas Hessel hielt in der Anfangsphase unter anderem einen Siebenmeter. Im Angriff spielten die Mylauer sehr geduldig, bis sich eine Chance ergab und nutzten diese konsequent. So stand es nach fünf Minuten 3:3. Doch ging es nicht so weiter. Werdau kam im besser ins Tempospiel, bestrafte jeden Fehler sofort mit einem Tor. Mylau brauchte nach einem eigenen Tor viel zu lange, um sich in der Abwehr zu finden. So wurde der Abstand immer größer. Zur Pause führte Werdau bereits 22:12. Die zweite Halbzeit begann wie die erste. Mylau spielte konzentriert und konnte den Abstand halten. Doch wie schon in der ersten Halbzeit kam Werdau ins Tempospiel, während man den Mylauern den Kräfteverschleiß anmerkte. Sie taten sich immer schwerer, eine Chance herauszuspielen. So schraubten die Gastgeber ihren Vorsprung weiter nach oben. Am Sonntag folgt ein Heimspiel gegen den zwei Punkte besseren Tabellenzehnten SG Chemnitzer HC II. (jewi)

Mylau-Reichenbach: A. Demmrich (2), Hoffmann (3) Heinz (3), Finkenwirth, Hessel, Händel (1), Hähnel (3), Schuster, Meusel (8)

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