Zusammenprall beendet Angriff auf die Top-Fünf-Plätze

Rennfahrer Toni Wolf war auf der zweiten Station des Porsche-Carrera-Cups in Most vom Pech verfolgt. Nun will er in Österreich zeigen, was in ihm steckt.

Schönbrunn.

Toni Wolf aus Schönbrunn bei Lengenfeld hat bei der zweiten Station des Porsche-Carrera-Cups Deutschland im tschechischen Most wieder auf Augenhöhe mit den Top-Fünf-Spitzenpiloten kämpfen können. Der Rennfahrer aus dem Vogtland knüpfte damit an seine Leistungen aus der vergangenen Saison an. Allerdings lief das Rennwochenende für ihn nicht nach Wunsch. Im ersten Rennen startete Wolf vom sechsten Platz und lag lange Zeit auf Kurs zu einem Ergebnis unter den ersten Fünf. Beim Angriff auf den fünften Platz kam es zu einem Zwischenfall, und die mögliche Top-Platzierung war weg. Der 19-Jährige musste seinen 485 PS starken Porsche 911 GT 3 Cup mit einem Kühlerschaden abstellen.

Im zweiten Rennen kam der Förderpilot der ADAC-Stiftung Sport auf Platz 13 ins Ziel. Nach einer Strafe vom Vortag musste Toni Wolf von Platz 15 starten. Das Rennen wurde nach einem schweren Unfall direkt nach dem Start mit der roten Flagge abgebrochen und nach einer Pause hinter dem Safety Car neu gestartet. Bei nur noch 14 Minuten Restrenndauer hatte das Porsche-Talent kaum Zeit, sich nach vorne zu arbeiten. Dazu wurden nach dem Rennen auch nur halbe Punkte vergeben.

Der Porsche-Carrera-Cup war erstmals in seiner 30-jährigen Geschichte auf der 4,212 Kilometer langen Strecke in Tschechien zu Gast. Das freie Training am Freitag hatte Toni Wolf auf Platz 13 beendet. Das Qualifying am Samstagvormittag war wegen eines Unfalls lange unterbrochen. Toni Wolf holte unter diesen Bedingungen noch die Startplätze 11 und 6.

Zu seinem Wochenende in Most sagt der junge Vogtländer: "Nach den Rennen in Hockenheim, wo es ja nicht so prickelnd lief, ging es in Most im Training wieder sehr gut, ähnlich wie in Hockenheim. Ich konnte mit meinen Zeiten immer mit den Top Fünf mitgehen. Im Zeittraining lief es anfänglich auch sehr gut. Ich lag bis zum Abbruch wegen eines Unfalls auf Platz 4. Als es neu gestartet wurde, konnte ich meine Zeit nicht mehr verbessern und bin durchgereicht worden. Am Start habe ich Position 6 beibehalten und konnte dann Druck machen auf die vorderen Kollegen. Ich wollte ansetzen, den Fünftplatzierten zu überholen, bin in die entstandene Lücke reingegangen, war aber zu spät auf der Bremse. Da der davor fahrende Vierte in der Kurve sehr langsam war, bin ich ihm hinten draufgefahren, und beide Wagen hat es dadurch weggedreht."

Mit Folgen für den Porsche des Vogtländers: Der Aufprall riss ihm ein Loch in den Kühler, Kühlflüssigkeit lief aus, und das Rennen war für ihn beendet. "Es wären auf jeden Fall schöne Punkte gewesen, sechster oder fünfter Platz sogar, wenn ich es geschafft hätte. Dafür habe ich dann eine Positionsstrafe fürs zweite Rennen bekommen. Das heißt, ich musste weiter hinten von Platz 15 starten", ärgert sich der Schönbrunner. "Platz 13 war am Ende das Maximum, das ich herausholen konnte. Es lief nicht wie erhofft mit Punkten im ersten Lauf oder einem Podestplatz, was das Ziel war."

Bereits zu Pfingsten geht es für Toni Wolf auf dem Red-Bull Ring in Spielberg in Österreich mit der dritten Station im Porsche-Carrera-Cup weiter. In der Steiermark finden die Saisonrennen 5 und 6 des schnellsten Markenpokals Deutschlands statt. Toni Wolf kommt auf dieser Strecke traditionell gut zurecht und hofft deshalb dort wieder auf Punktausbeute.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...