Zuschauer probieren sich selbst aus

Auf gute Resonanz ist ein Probetraining der vogtländischen Footballer gestoßen. Viele der Teilnehmer kommen aus anderen Sportarten.

Treuen.

Das Interesse an American Football ist in der Region ungebrochen. Das haben die Vogtland Rebels am Samstag bei ihrem Tryout gemerkt - einem unverbindlichen Probetraining. Die Rebels zählten auf dem Nebenplatz des Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadions in Treuen 16Interessierte, die in ihren Sport hineinschnuppern wollten. Mit dieser Resonanz sei man zufrieden, sagte Cheftrainer Thomas Schulze: "Man hat gesehen, dass die Jungs und Mädels bereits Sport treiben. Wir hatten unter anderem Gewichtheber, Kampfsportler, Handballer und auch Schwimmer dabei."

Vermittelt habe man zunächst einfache Übungen, und die seien gut umgesetzt worden. In den kurzen Einheiten versuchten die Schnupper-Footballer, schnell besser zu werden und die Fehler auszumerzen, erklärte Schulze. Einige, die jetzt beim Probetraining auf dem Platz standen, waren schon als Zuschauer im Treuener Jahn-Stadion. Sven Göpel aus Werdau gehört dazu. Der 36-jährige Gewichtheber sagt: "Im Fernsehen oder im Stadion kann man sich die Spiele anschauen. Ich wollte wissen, wie es sich anfühlt und wie die Kräfte wirken. Beim Gewichtheben ist die Last eher passiv. Das ist beim Football, einer Kontaktsportart, anders. Man muss gleich Gas geben und sich überwinden, den Kontakt zu suchen. Das Problem ist, man hat immer eine andere Situation, auf die man sich einstellen muss." Sven Göpel zeigte sich vom Probetraining begeistert: "Es macht schon Spaß und ist sehr interessant. Ich denke, das Schwierigste wird sein, Training und Wettkampf zeitlich hinzukommen."

Max Weingartner hat die Rebels auch schon live erlebt und wagte sich am Samstag selbst einmal auf den Platz. Der 28-jährige Neuensalzer, der als Handballer Erfahrung in der Bayernliga sammelte, meinte: "Es war jetzt nicht übertrieben anstrengend. Das Training war moderat, aber man merkt schon, dass man etwas gemacht hat, weil doch andere Muskeln gefordert werden, als man es gewohnt ist."

Wie lange es dauert, bis ein Einsteiger im Spielbetrieb einsetzbar ist, sei sehr individuell. "Es kommt immer auch darauf an, welche Grundvoraussetzung jemand mitbringt und wie coachbar er ist. Das kann zügig gehen oder aber auch ein Jahr dauern", weiß Thomas Schulze: "Als Coach muss man abschätzen, ob jemand wirklich so weit ist, dass er in den Kontakt gehen kann, ohne sich selbst oder andere zu gefährden. American Football ist die einzige Sportart, bei der Kontakt gewollt ist und man das Ziel hat, mit dem eigenen Körper einen Gegenspieler zu stoppen. Das ist kein Sport für Wehleidige. Es muss mit blauen Flecken gerechnet werden." Man müsse von Beginn für den Sport brennen. "Football prägt junge Leute für das spätere Leben", sagt Schulze.

Bis 5. November trainieren die Vogtland Rebels noch im Freien, und dann geht es in die Sporthalle. Dort soll es ein weiteres offenes Training geben.

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