Zwei Vogtländerinnen im WM-Kader

Ob sich die besten Cheerleader der Welt 2021 wirklich in Florida treffen, ist noch ungewiss. Nelly Keller und Vanessa Schumann wären auf jeden Fall dabei.

Plauen/Schöneck.

Ein Duo hält in diesem Jahr die Fahne der vogtländischen Cheerleader im Nationalkader hoch. Nachdem in der Vergangenheit teilweise mehr als ein Dutzend Mädchen aus der Region vom Cheerleading- und Cheerperformance Verband Deutschland (CCVD) in die Auswahlteams berufen wurden, haben es 2020 nur Nelly Keller aus Plauen und die Schöneckerin Vanessa Schumann unter die besten Sportlerinnen des Landes geschafft. Die beiden eint ein großes Ziel: Die Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2021 in Orlando/Florida. Ob die wirklich stattfinden kann, steht angesichts der Corona-Pandemie allerdings in den Sternen. "Der Weltverband sucht aktuell nach Möglichkeiten, wie die WM ablaufen könnte. Nach derzeitigem Stand wäre ja allein schon die Reise in die USA schwierig", sagt Anne Tiepner. Die stellvertretende Vorsitzende von Cheermania Auerbach ist gleichzeitig auch Leistungssportdirektorin beim CCVD.

Nachdem sich Nelly Keller und Vanessa Schumann, die beide beim Cheerleaderverein Obervogtland (CVO) in Oelsnitz trainieren, Mitte September bei der Sichtung für den Bundeskader empfehlen konnten, stand im Oktober noch ein gemeinsamer Lehrgang auf dem Programm. Den absolvierten die beiden Vogtländerinnen aber an verschiedenen Orten. Während Nelly Keller, die schon im Vorjahr zum Kader gehörte und an der später abgesagten WM 2020 teilnehmen sollte, mit dem Senior Performance HipHop Team in Potsdam trainierte, fuhr Vanessa Schumann nach Alsfeld. Dort trafen sich die Cheer-Teams. "Den im November angedachten Lehrgang haben wir als Online-Variante durchgeführt. Neben den sportspezifischen Dingen gibt es auch sonst viele Themen, die wir mit unseren Athleten besprechen müssen. Ob das beim nächsten Lehrgang im Januar noch einmal so ablaufen wird, müssen wir sehen", sagt Anne Tiepner. Auch wenn Sportler und Verantwortliche auf die Austragung der WM in irgendeiner Form hoffen, liegt das Hauptaugenmerk des Verbands nicht nur auf diesem einen Termin. "Für die Sportler ist es natürlich das große Ziel. Für uns als CCVD ist es jedoch in der aktuellen Lage insgesamt wichtig, das Kadersystem weiterlaufen zu lassen. Wir wollen mit den Athleten trainieren und sie langfristig entwickeln. Gerade bei jungen Sportlerinnen wie Nelly und Vanessa gibt es noch weitere Wettkampfhöhepunkte in der Zukunft", betont Tiepner.

Wie sich die Teilnahme an einer Weltmeisterschaft anfühlt, das kann sich Vanessa Schumann schon einmal aus erster Hand erzählen lassen. Schwester Monique war 2018 in Orlando dabei und gewann mit ihrer deutschen Mannschaft den Titel. In der vergangenen Saison verpasste Vanessa noch den Sprung in den Kader, diesmal klappte es.

Die Nominierung der beiden Vogtländerinnen freut auch CVO-Trainer Arne Zobirei: "Es zeigt, dass wir als kleiner Verein nicht so viel falsch machen bei der Talentförderung." Neben der zusätzlichen Aufmerksamkeit durch eine WM-Teilnahme der eigenen Sportler profitiere der Verein noch auf andere Art. "Da ist natürlich die Vorbildwirkung, die andere Sportlerinnen anspornt. Gleichzeitig bringen die Mädchen neue Trainingsmethoden von ihren Lehrgängen mit. Vanessa zum Beispiel hat jetzt schon gesagt, dass sie gerne beim Training unserer jüngsten Cheerleader mithelfen will", erzählt Zobirei.

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