17-Jähriger bleibt in der Spur

Ein Defekt hätte Paul Fröde aus Hohenstein-Ernstthal fast seinen Podestrang beim Finale der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft gekostet. Im Regen kämpfte er sich zurück.

Hohenstein-Ernstthal.

Nachdem Max Enderlein schon beim vorletzten Rennen des Jahres der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft seine Titelverteidigung in der Klasse Supersport 600 perfekt gemacht hatte, legte Paul Fröde beim Finale am Wochenende auf dem Hockenheimring nach und räumte ebenfalls einen großen Pokal für seine Saisonleistung ab. "Im vorigen Jahr standen wir hier an gleicher Stelle, da wusste ich noch nicht, ob ich 2019 wegen meines neuen Jobs bei Porsche in Leipzig überhaupt eine volle Saison fahren könnte. Nun hat sogar die Titelverteidigung geklappt, wozu ich an einem Rennwochenende zwischendurch sogar hin und her fahren musste. Diesmal ging es halt gar nicht, sodass ich froh bin, schon vorher durch gewesen zu sein", sagte der am Rennsonntag lediglich als Zuschauer angereiste Max Enderlein. Des Weiteren erklärte der alte und neue Meister der Klasse Supersport 600 aus Hohenstein-Ernstthal: "Man muss sich schon mal sehen lassen. Außerdem gibt es heute Abend die Abschlussfeier und die Ehrung der Meister, aber das Zuschauen tut echt weh."

Dieses Leiden verspürten die anderen beiden Sachsenring-Anrainer der 600er-Klasse nicht. Paul Fröde und Moritz Jenkner mussten in der "zahmeren" Superstock-Kategorie noch zweimal ran und wollten ebenfalls einen positiven Saisonschluss erleben. Dabei hatte vor allem Paul Fröde als Gesamtdritter, nur ein Pünktchen hinter dem Tabellenzweiten, noch Großes vor. Nach dem guten 16. Startplatz im Gesamtfeld lief noch alles nach Plan, doch in der Startaufstellung zum ersten Rennen plätscherte Unheil verkündendes Öl in die Verkleidung, woraufhin sein Bike zurück in die Box geschoben wurde.

"Nach dem Warm-up mussten wir die Kupplung wechseln. Leider war danach der Kupplungsdeckel noch undicht, was sich erst auf den ersten wieder gefahrenen Metern herausstellte", erklärte der 17-Jährige die missliche Situation, wegen der er ohne Punkte blieb und Tabellenplatz 3 zunächst verlor. "Zum Schluss bin ich noch einmal rausgefahren, um zu sehen, ob nun alles in Ordnung ist." Das war es, sodass er den zweiten Wertungslauf normal angehen konnte. Wegen eines Regenschauers musste dieser jedoch nach wenigen Runden abgebrochen und neu gestartet werden. Mit einem starken zweiten Superstock-Platz brachte Paul Fröde auf nassem Geläuf Gesamtrang 3 doch noch in trockene Tücher und sagte anschließend: "Das war mein erstes Regenrennen mit einer 600er. Ich bin echt gut zurechtgekommen, obwohl die Strecke sehr glatt war, was die vielen Stürze gezeigt haben. Jetzt bin ich doch noch in meiner ersten IDM-Saison Dritter, und das auch noch mit der einzigen Honda im Feld - das hat uns niemand zugetraut, damit bin ich sehr zufrieden."

Wie es weitergeht weiß Paul Fröde zwar noch nicht genau, doch die Tendenz geht in die gleiche Richtung wie dieses Jahr. "Ich denke, wir machen noch einmal das gleiche, denn ich will mich hier weiterentwickeln. Mein Traum ist die Superbike-WM - man muss ja Ziele haben."

In der gleichen Kategorie verbesserte sich Moritz Jenkner, trotz eines von einem Trainingssturz herrührenden lädierten Handgelenks, vom siebenten auf den fünften Gesamtrang und sprach danach zumindest von einem versöhnlichen Saisonabschluss. Mit zwei technischen Defekten blieben die letztjährigen Meister bei den Seitenwagen, der Bayer Josef Sattler und sein 51-jähriger Beifahrer Uwe Neubert aus St. Egidien, ohne Punkte und rutschten so vom dritten auf den vierten Tabellenplatz ab. Der 16-jährige Fraureuther Valentin Frühauf verteidigte im ADAC-Junior-Cup Gesamtrang 10.

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