2300 Kilometer voneinander entfernt im Einsatz

Zum Saisonabschluss haben sich Albert Prasse aus Neukirchen und sein Freund Phillip Tonn ordentlich ins Zeug gelegt.

Templin/Valencia.

Es war ein guter Saisonabschluss für Albert Prasse. Der Neukirchner Mini-Biker verbrachte die letzten Kilometer auf Rennasphalt auf der Kartbahn Templiner Ring. Im ADAC-Mini-Bike- Cup bestritt die Gruppe Einsteiger ihre finalen Rennläufe des Jahres.

Nach einem von Sturm geprägten Trainingstag sicherte er sich in der Qualifikation Startplatz 7 von 22 Fahrern. "Naja, ich hatte mir etwas mehr erhofft. Das Training lief eigentlich gut, aber die anderen waren halt auch richtig schnell", schaut der Sechstklässler zurück. Im ersten Rennen des Tages jagte er den Konkurrenten Valentino Herrlich (Fulda) und Petr Trsek (Tschechien) hinterher. "Mit den beiden hatte ich noch Punkte für die Meisterschaft auszufechten. Leider konnte ich nicht nochmal Plätze gutmachen", bedauert er. "Und im zweiten Rennen habe ich den Start ein bisschen verschlafen. So musste ich mich erst ganz schön durchkämpfen." Beide Wertungsläufe beendete er auf Platz 7. Damit erreichte er in der Jahreswertung 160 Punkte und Platz 6 im ADAC-Mini-Bike-Cup. "In der deutschen Meisterschaft wurde ich damit Vierter. Darauf bin ich schon mächtig stolz", betont Prasse.

Zeitgleich kämpfte 2300 Kilometer entfernt auch Alberts Freund Phillip Tonn um Punkte. In Valencia gastierte der Hawkers Cup und bescherte Pokale und Selbstbewusstsein. "Wir waren erst zum zweiten Mal auf der Strecke, und schon das Training am Freitag war richtig gut", blickt er zurück. So setzte er schon in seiner Qualifikation zügig eine gute Zeit und führte lange Zeit die Liste an. Letztlich schnappte sich Teamkollege Alberto Fernandez noch die Bestzeit und setzte Phillip damit auf Startplatz 2. Von dort erwischte er im ersten Rennlauf einen guten Start und konnte sich gleich vorn im Feld platzieren. Ab der dritten Runde holte er sich die Führung. "Wir waren eine Gruppe von sechs Fahrern, da wird natürlich um jeden Meter gekämpft. Aber es hat alles gepasst, von der Technik und vom Gefühl, und so konnte ich das erste Rennen gewinnen", strahlt er über seinen Pokal. "Ich hatte eine ganz schön lange Durststrecke, da tat das wieder gut." Beim zweiten Wertungslauf des Tages verpasste er etwas den Start und reihte sich so zunächst auf Platz 7 ein. Doch schon nachdem er die vier Kilometer lange Strecke zum zweiten Mal umrundet hatte, fand er sich auf Position 2 wieder und konnte sich vom Feld absetzen. Der führende Alberto Fernandez lag schon weit vorn. "Da konnte ich dann ein bisschen das Gas rausnehmen und den zweiten Platz sicher ins Ziel bringen", freut sich Phillip Tonn. Und genau so sein Trainer Dirk Heidolf: "Das war bis vor Kurzem eine offene Baustelle, Rennen nicht übers Knie zu brechen. Phillip ist deswegen oft genug gestürzt. Nun hat er es gelernt, ein Ergebnis auch mal zu verwalten."

Nur eine Woche hat der Sechstklässler Zeit, verpassten Schulstoff nachzuholen, dann fliegt er wieder nach Spanien, um an der Sichtung zum Red Bull Rookies Cup teilzunehmen. Um die begehrten Plätze wetteifern 105 internationale Nachwuchstalente. Pro Jahr werden zehn bis 15 Fahrer genommen. Die Auswahl ist hart. Der Rookies-Cup gilt als Sprungbrett in die Weltmeisterschaft. Der Jahressieger erhält einen Platz in einem Moto-3-Team und fährt weltweit Moto-GP-Rennen. "Ich bin einer von fünf deutschen Fahrern, deren Bewerbung zur Sichtung angenommen wurde", berichtet Phillip Tonn. "Mal schauen, wie weit ich komme." (amy)

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