Alte Bekannte kreuzen den Weg

Als neuer Tabellenführer der Fußball-Landesklasse hofft Glauchau auf eine gute Chancenverwertung. Oberlungwitz hat erneut ein Heimspiel, während in Meerane die Zeichen auf Abschied stehen - aber nicht aus sportlicher Sicht.

Glauchau.

Ein Spiel wie jedes andere ist es nicht für Lutz Wienhold. Der Trainer des VfB Empor Glauchau empfängt am Sonntag mit seiner Mannschaft in der Fußball-Landesklasse sein ehemaliges Team, den TSV Germania Chemnitz. "Wir hatten drei erfolgreiche Jahre in Chemnitz. Bis vor ein paar Monaten habe ich das Team noch trainiert, da ist das erste Aufeinandertreffen zum jetzigen Zeitpunkt natürlich etwas Besonderes", sagt Wienhold.

Aus eigener Erfahrung weiß er genau, was auf den VfB Empor zukommen wird. "Sie sind eine gute Einheit, in der alle elf Spieler mit verteidigen", so Wienhold. Genau wie Glauchau, die am vergangenen Sonntag die Tabellenführung übernommen haben, kassierten die Chemnitzer bis dato sechs Treffer. Für einen Heimsieg ist daher Kaltschnäuzigkeit gefragt. "Wir werden nicht viele Chancen bekommen. Die wenigen, die wir haben, müssen wir nutzen", sagt Wienhold. Die Partie bezeichnet der 54-Jährige als Herausforderung, "aber ich freue mich auf das Spiel".

Auf alte Weggefährten trifft auch Nils Leuschner bei der Partie des Oberlungwitzer SV gegen den FC Concordia Schneeberg, für den er bis zum Sommer spielte. Der OSV mit seinem bisher auffälligsten Akteur Leuschner spielt am Sonntag zum dritten Mal in Folge vor heimischen Publikum. Das liegt daran, dass der VfB Mühltroff, gegen den am vergangenen Wochenende mit 2:1 gewonnen wurde, um den Tausch des Heimrechtes gebeten hatte, weil der Platz der Vogtländer derzeit gebaut wird. Ein dritter Sieg am Stück wird jedoch schwer. "Concordia Schneeberg ist eine Mannschaft, die ins obere Drittel gehört. Wir wollen aber trotzdem alles versuchen und an unsere letzten Leistungen anknüpfen", sagt OSV-Trainer Frank Wüstner. Urlaubs- und verletzungsbedingt gibt es einige Ausfälle, die der große Kader aber kompensieren sollte.

Verabschiedungen gibt es dagegen beim Meeraner SV. Das Heimspiel gegen Stollberg soll genutzt werden, um den ehemaligen Vorstandsmitgliedern Oliver Ziegler und Uwe Barth, der Vorsitzender war, zu danken. Beide traten am vergangenem Freitag nicht mehr zur Wiederwahl auf der Mitgliederversammlung an. Sportlich begrüßt Trainer Julius Michel dagegen ein paar Rückkehrer aus dem Lazarett. Eric-Enzo Maschek und Fabian Krabacz sind wieder einsatzbereit. Auch bei Steffen Vogel besteht Hoffnung auf eine Rückkehr in den Kader. Der gebürtige Meeraner, der unter anderem zehn Jahre für den VfB Auerbach in der Regional- und Oberliga spielte, verstärkt den MSV seit Anfang September. "Stollberg ist ein sehr unangenehmer Gegner. Aber das Ziel ist, die drei Punkte in Meerane zu behalten", sagt Michel.

Bereits am Samstag tritt Fortschritt Lichtenstein beim VfB Fortuna Chemnitz an, der mit vier Punkten aktuell Zwölfter ist. Für Fortschritt dürfte es auswärts schwer werden, denn als Zweiter der Vorsaison hat Chemnitz zu Hause einiges gut zu machen.

Landesklasse 6. Spieltag Sa., 14 Uhr: VfB Fortuna Chemnitz - Fortschritt Lichtenstein (Stadion Beyerstraße); So., 15 Uhr: VfB Empor Glauchau - TSV Germania Chemnitz (Sportpark Meeraner Straße), Meeraner SV - FC Stollberg (Richard-Hofmann-Stadion), Oberlungwitzer SV - Concordia Schneeberg (Sportplatz Erlbacher Straße)

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