Auf Anhieb aufs Podest gefahren

Für Julius Tannert aus Lichtentanne ist die erste Rallye in einem Skoda R5 richtig gut gelaufen. Er fuhr im Erzgebirge zweimal Bestzeit, wurde Dritter der Gesamtwertung und hofft jetzt auf mehr.

Lichtentanne.

Mit seinem dritten Platz bei der 56. Rallye Erzgebirge ist Julius Tannert am Freitag und Samstag in und um Stollberg ein nahezu perfektes Debüt in einem allradgetriebenen Skoda Fabia R5 in der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) gelungen. Seit 2017 war er in der Junioren-Weltmeisterschaft am Start und erlebte Höhen und Tiefen. Nachdem sein hoch gestecktes Ziel, die sogenannte Junior WRC zu gewinnen, nicht mehr realisierbar war, stellte sich für ihn im Blick aufs erste Oktober-Wochenende die Frage: Sollte er das in Wales stattfindende Finale bestreiten oder im Hinblick auf die nächste Saison bereits etwas Neues probieren?

Julius Tannert entschied sich für Letzteres - konkret, bei der zeitgleich stattfindenden Rallye Erzgebirge einen aktuell rund 300 PS starken allradgetriebenen R5-Rallye- Boliden zu pilotieren, wie er von der gesamten Spitze der Deutschen Rallye Meisterschaft gefahren wird. "Es waren drei spannende Jahre in der Junior-WM. Jetzt freue ich mich aber, den nächsten Schritt zu gehen", hatte er in der Vorwoche erklärt. Nachdem der Lichtentanner schon in einem Skoda Fabia R5 bei der AvD Sachsen Rallye Gas gegeben hatte, die aber nach einem tödlichen Unfall abgebrochen wurde, ging sein Plan diesmal voll auf.

Am Freitagabend fuhren Julius Tannert und sein Co-Pilot Helmar Hinneberg auf den ersten beiden Wertungsprüfungen jeweils die Bestzeit und landeten am Ende auf dem dritten Rang der Gesamtwertung. Anschließend sagte Tannert: "Unser Plan war, viel zu fahren und das Auto kennenzulernen. Dass wir am Freitag gleich zwei Bestzeiten hinlegen konnten, war ein super Einstand." Auf die Frage, ob er sich nach dem tollen Start in die Rallye sogar noch mehr vorgenommen hatte, antwortete er: "Wir sind unser Programm weiter gefahren und haben das gemacht, was geht. Wir haben keinen Kratzer am Auto, und haben auch sonst keinen Blödsinn gemacht. Wir haben viel Erfahrung gesammelt, das war das Wichtigste."

Und wie geht es weiter? Dazu verriet er nur so viel: "Wie schon gesagt in der R5-Klasse, wobei ich noch nicht weiß, in welcher Meisterschaft wir fahren werden. Am liebsten würde ich die DRM für die deutschen Fans und Sponsoren sowie zusätzlich international fahren. Wir müssen schauen, was geht."

Ebenfalls zufrieden durfte Ruben Zeltner sein. Der inzwischen 60-jährige Chef des Fahrsicherheitszentrums am Sachsenring ist der Rekord-Sieger der "Erze". Mit seinem heckgetriebenen Porsche 996 GT3 war gegen die Armada an R5-Allradlern, zumal auf dem vom Dauerregen rutschigem Geläuf, nicht viel auszurichten. Dennoch konnten er und Ehefrau Petra als Co-Pilotin einige weitere allradgetriebene Fahrzeuge hinter sich lassen und den Sieg in der Kategorie ADAC Rallye Masters einfahren.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...