Auf den neuen Co-Trainer wartet bis zum Auftakt noch viel Arbeit

Beim Eishockey-Zweitligisten aus Crimmitschau wackelt die Defensive. Kann sie mit Unterstützung von Fabian Dahlem stabilisiert werden?

Crimmitschau.

Eine neue Rolle an der alten Wirkungsstätte übernimmt Fabian Dahlem beim Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau. Zwischen 2011 und 2014 stand er als Trainer im Kunsteisstadion im Sahnpark in Crimmitschau hinter der Bande. Dorthin ist der 53-Jährige vor wenigen Tagen zurückgekehrt - und zwar als Co-Trainer. "Die Funktion ist für mich unerheblich. Ich arbeite gern im Eishockey und mit jungen Leuten", sagt Fabian Dahlem und schiebt nach: "Man muss sich selbst nicht so wichtig nehmen."

In den Spielzeiten 2017/18 und 2018/19 betreute Fabian Dahlem als Torwarttrainer die Keeper des ERC Ingolstadt in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). In der aktuellen Serie gehört er aber - trotz eines laufenden Vertrages - nicht mehr zum Trainerstab des bayerischen Erstligisten. Zu den Gründen gibt der gebürtige Rosenheimer keinen Kommentar ab. "Ich bin jetzt hier in Crimmitschau", sagt Fabian Dahlem, der zunächst auf "Leihbasis" für zwei Monate vom ERC Ingolstadt zu den Eispiraten Crimmitschau geschickt wird. Die Details hätten die Verantwortlichen der beiden Teams abgestimmt. Die Frage, ob das Engagement in Westsachsen verlängert werden kann, will der Co-Trainer erst zu einem späteren Zeitpunkt beantworten: "Das wäre jetzt alles spekulativ."

Der positive Nebeneffekt der Rückkehr nach Westsachsen: Fabian Dahlem kann etwas häufiger die Opa-Rolle einnehmen. Stiefsohn Dominic Walsh, der zum Eispiraten-Kader gehört, und dessen Partnerin Sarah Wagner leben mit der im Dezember 2016 geborenen Tochter Abby in Crimmitschau. "Das ist eine tolle Kombination, über die sich jeder Opa freut", räumt Fabian Dahlem ein. Sein Hauptaugenmerk gilt aber natürlich der Aufgabe bei den Eispiraten Crimmitschau. Dort soll sich der Co-Trainer vorrangig auf die Torhüter und die Verteidiger konzentrieren. Da wartet bis zum Saisonstart noch viel Arbeit. Das hat auch die 2:4 (0:1, 0:1, 2:2)-Niederlage am Sonntagabend im letzten Vorbereitungsspiel gegen den Oberligisten Hannover Indians gezeigt. Vor den 1042 Zuschauern präsentierten sich die Hausherren vor allem in der Defensive mit einigen (großen) Lücken und konnten erst in der Schlussphase für Ergebniskosmetik sorgen.

Mit Blick auf die rasante Weiterentwicklung der Sportart kommt aus Sicht von Fabian Dahlem vor allem der Zusammenarbeit mit den Torhütern eine besondere Bedeutung zu. "Die Keeper wurden in der Vergangenheit oft stiefmütterlich behandelt. Dabei brauchen sie auch eine tägliche Betreuung", sagt der Rückkehrer, der früher selbst zwischen den Pfosten stand. Die Mannschaft aus Crimmitschau sieht er mit den Schlussleuten Michael Bitzer und Mark Arnsperger gut gerüstet. Dahlem schätzt nach den ersten Eindrücken ein: "Da sind wir gut aufgestellt, haben zwei Leute mit großem Talent."

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