"Auf die beiden Torhüterinnen war immer Verlass"

Handball-Trainer Björn Fröhlich vom HC Glauchau/Meerane spricht im Interview über besondere Leistungen, Aufstiegsverzicht und Pläne für die Sommerpause

Glauchau/Meerane.

Die Handballerinnen des HC Glauchau/Meerane freuen sich über die Goldmedaillen. Sie haben die Saison in der Verbandsliga (Staffel West) auf dem ersten Platz beendet. Holger Frenzel sprach mit Trainer Björn Fröhlich über die abgelaufene Serie und die Gründe für den Aufstiegsverzicht.

Freie Presse: Was bleibt von der Serie 2018/19 hängen?

Björn Fröhlich: Wir haben gesehen, was möglich ist, wenn eine Mannschaft bis zum letzten Spieltag an ihre Möglichkeiten glaubt und alles dafür investiert. Das Team zeigte im Verlauf der Saison ein großes Auf und Ab. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass es nach dem Abstieg sofort mit dem Staffelsieg klappt.

Warum hat es in den beiden Spitzenspielen nicht zum Sieg gegen den HSV Mölkau, der den zweiten Platz belegt, gereicht?

Das lag an der hohen Fehlerquote in unserem Angriffsspiel. Nach diesen Ballverlusten schalteten wir als Mannschaft zu langsam auf Abwehr um. Das konnte Mölkau im Hinspiel und in der ersten Halbzeit des Rückspiels bestrafen.

Sie dürfen an drei Spielerinnen ein Sonderlob verteilen. Das wären...

Allen voran Alexandra Elschker. Sie hat sich in dieser Saison von Spiel zu Spiel immer mehr als echte Führungspersönlichkeit präsentiert und in schwierigen Phasen das Kommando in Abwehr und Angriff übernommen. Sie war zudem selbst torgefährlich, erzielte 98 Treffer. Zudem geht ein dickes Lob an unser Torhütergespann mit Stephanie Gottschling und Stefanie Kirschner. Auf die Beiden war immer Verlass. Ich kann mich an kein Spiel erinnern, wo beide Torhüterinnen einmal einen schlechten Tag erwischten.

Die Offensive hat den Trainern in der Vergangenheit einige Sorgenfalten bereitet. Konnte sich die Mannschaft hier weiterentwickeln?

Zum Teil. Wir machen durch überhastete Entscheidungen immer noch zu viele Fehler. Mittlerweile versuchen wir aber, unsere Nebenleute besser in Position zu bringen.

Der HC Glauchau/Meerane verzichtet auf den Aufstieg in die Sachsenliga. Scheuen Sie die sportliche Herausforderung?

Keineswegs. Wir haben von 2016 bis 2018 für zwei Jahre in der Sachsenliga gespielt. Unser Problem ist, dass nur wenige Spielerinnen das notwendige Trainingspensum absolvieren können. An eine dritte Trainingseinheit in der Woche ist nicht zu denken.

Welche Unterschiede gibt es zwischen Sachsenliga und Verbandsliga?

In der Sachsenliga ist das Angriffsspiel bei vielen Teams flexibler und dynamischer. Fehler werden viel konsequenter als in der Verbandsliga bestraft.

Was ist in der Sommerpause geplant?

Wir werden uns an einem Wochenende treffen, gemeinsam die Füße hochlegen und schauen, was wir spontan unternehmen. Im Juni beginnt dann die Vorbereitung auf die nächste Saison.

Welche personellen Veränderungen gibt es Team?

Keine. Die Mannschaft bleibt so zusammen.


Vereinsfest in Meerane

Mit einem Vereinsfest lässt der HCGlauchau/Meerane die Saison 2018/19 ausklingen. Am 18. Mai wird rund um die Karl-Heinz-Freiberger-Halle in Meerane gefeiert. Los geht's 11 Uhr. Es gibt unter anderem Hüpfburg, Tischkicker, XXL-Spiele und Geschwindigkeitswerfen. 14 Uhr beginnt ein Turnier, für welches verschiedene Teams mit Spielern der Frauen- und Männermannschaften zusammengestellt werden, teilen die Organisatoren mit. Für Speisen und Getränke ist gesorgt. (hof)

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