Aufstieg beschert einen prall gefüllten Spielplan

32 statt 22 Partien warten künftig auf die Handball-Männer aus Glauchau und Meerane. Die Mannschaft von Trainer Mario Schuldes stellt sich der Herausforderung Oberliga.

Glauchau/Meerane.

In der neuen Handball-Saison rollt der Mannschaftsbus des HC Glauchau/Meerane durch Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Der Verein nimmt sein Aufstiegsrecht wahr, wagt den Sprung von der Sachsenliga in die Mitteldeutsche Oberliga. Die Entscheidung verkündete Vereinschef Frank Blauhut am Donnerstagvormittag. "Wir haben über das Thema im Vorstand heiß diskutiert. Die Entscheidung ist letztlich einstimmig gefallen", sagte Blauhut.

Die besondere Herausforderung: Für den Start in der vierthöchsten deutschen Spielklasse wird mehr Geld benötigt. Auch die Zahl der Punktspiele steigt - von 22 geplanten Partien in der Saison 2019/20 auf 32 mögliche Begegnungen in der Saison 2020/21. "Die damit verbundene finanzielle Mehrbelastung müssen wir in einer Zeit, wo durch die Coronakrise eine große Verunsicherung herrscht, stemmen", sagt Frank Blauhut, der - gemeinsam mit seinem Kollegen aus dem Vorstand - an den nächsten Tagen weitere Gespräche mit aktuellen und potenziellen Sponsoren plant. Dabei helfen mit Sicherheit die Erinnerungen an das Testspiel im Februar 2020 vor 850 Zuschauern gegen den Bundesligisten SC DHfK Leipzig. Blauhut: "Das ist ein Pfund, was wir in die Waagschale werfen können."

Das HC-Team bestimmte in der aktuellen Saison, die aufgrund der Coronakrise abgebrochen werden musste, das Geschehen in der Handball-Sachsenliga. Es feierte 16 Siege in Folge. Die Mannschaft aus Glauchau und Meerane führte mit 32:2 Punkten die Tabelle an - mit einem komfortablen Vorsprung vor Görlitz (26:8 Punkte) und Zwickau (23:11 Punkte). "Die Mannschaft und das Trainerteam haben sich den Aufstieg verdient. Wir waren erfolgreich, standen auch im Halbfinale des Sachsenpokals", sagte Blauhut.

Fest steht bereits: Auf der Bank gibt es Kontinuität. Trainer Mario Schuldes, Co-Trainer Oliver Pflug, Teamchef Jens Rülke und Physiotherapeut Maximilian Kleber machen weiter. Das Quartett wartet, wann nach der Lockerung der Sanktionen wieder ein Athletik- und Konditionstraining möglich ist. Einen Akteur, der das Team aus Glauchau und Meerane lange geprägt hat, müssen die Verantwortlichen ersetzen: Spielmacher David Kylisek kehrt zu seinem tschechischen Heimatverein HK Lovosice zurück. "Dort will ich meine Handball-Laufbahn beenden", sagt David Kylisek, der seit dem Sommer 2009 für den HSV Glauchau und den HC Glauchau/ Meerane auflief. Als Höhepunkt behält er die Partien im DHB-Pokal und die erfolgreichen Auftritte in der Oberliga in Erinnerung. "Der HC bleibt in meinem Herzen, Glauchau und Meerane ist meine zweite Heimat", sagt David Kylisek.

Noch ist unklar, wer in seine großen Fußstapfen treten soll. Gespräche der Verantwortlichen laufen. Ein Neuzugang, dessen Name nicht verraten werden soll, steht fest. Blauhut: "Auf dem Spielermarkt ist aktuell nicht viel Bewegung."


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