Ausgleich fällt vier Sekunden vor dem Ende

Handball, 2. Bundesliga: BSV Sachsen Zwickau holt auswärts einen Punkt

Zwickau.

Zu viele Chancen liegen gelassen haben die Zweitliga-Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau am Samstagabend im Sachsenderby beim HC Rödertal. Am Ende lag die Mannschaft zwar deutlich unter den von Trainer Norman Rentsch ausgegebenen maximal 25 Gegentreffern, beim 17:17-Unentschieden scheiterten die Gäste aber zu oft im eigenen Angriff. "Wir haben das Spiel eindeutig in der Chancenverwertung vergeben. Es gab genügend Möglichkeiten, so ehrlich müssen wir sein. Das ist besonders ärgerlich, weil die Abwehr sehr gut gestanden und der Verbund mit Ela Szott im Tor funktioniert hat", so der Zwickauer Coach.

Nicht nur aus dem Spiel heraus, auch von der Siebenmeter-Linie hakte es bei seinem Team. Lediglich zwei von sechs Versuchen verwandelten die Gäste, während Rödertal alle seine drei Gelegenheiten nutzte. Beim wichtigsten Siebenmeter aber behielt BSV-Spielerin Nadja Bolze die Nerven. Vier Sekunden vor dem Ende trat sie an die Linie und verwandelte sicher zum 17:17. "Das war sehr wichtig, auch weil wir uns vorher nicht mit Ruhm bekleckert haben. Hinten raus kann es in der Tabelle entscheidend sein, dass es im direkten Duell keine Niederlage gab für uns", sagte Norman Rentsch. Mit 22:6 Punkten sind die Zwickauerinnen weiter Dritter, der Vorsprung auf Rödertal auf Rang 4 bleibt durch das Remis bei fünf Zählern.

Auch wenn seine Mannschaft sicher nicht ihr bestes Spiel der bisherigen Saison ablieferte, zu negativ wollte der Trainer die Leistung nicht beurteilen. "Es gibt solche kleinen Täler einfach manchmal. Gegen Ende war es in Ordnung, was wir gezeigt haben", so Rentsch, der erstmals seit Anfang Dezember wieder Simona Stojkovska auf die Platte schicken konnte. Fünf Wochen nach ihrer Knie-OP kam sie zu zwei zehnminütigen Einsätzen und steuerte einen Treffer bei. "Sie spielt sicher noch nicht auf dem Niveau wie vor der Verletzung. Für eine Woche Training passt es aber", erklärte der Trainer, der sich jetzt wie auch die gesamte Mannschaft auf das Duell mit Spitzenreiter SV Union Halle-Neustadt freut. Am Samstag ist der Tabellenführer, der bisher erst einen Punkt abgegeben hat, ab 17 Uhr in der Sporthalle Neuplanitz zu Gast. Norman Rentsch hofft dabei auf ein volles Haus: "Wir freuen uns alle auf ein tolles Derby und hoffentlich viele Zuschauer."

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