"Aushilfe" läuft auch im Derby auf

Die Zwickauer Zweitliga-Handballerinnen können fürs Spiel beim HC Rödertal erneut mit Christina Zuber planen. Dabei hatte die 25-Jährige ihre Laufbahn eigentlich beendet.

Zwickau.

Sie hat es nicht verlernt: Im Heimspiel des BSV Sachsen Zwickau gegen Kirchhof lief am vergangenen Samstag die 58. Minute, als sich Christina Zuber nach einer Finte von Jenny Choinowski auf Linksaußen freilief und das Zuspiel von Petra Nagy zum kurz darauf viel umjubelten 25:24 verwertete. Damit hatte eine Spielerin den so wichtigen Handball-Krimi der 2. Bundesliga entschieden, die man im Mannschaftsaufgebot auf der BSV-Homepage vergeblich sucht.

Das ist aber auch kein Wunder. Christina Zuber hatte sich nach der Saison 2017/18 aus der Mannschaft verabschiedet, um sich voll aufs Medizinstudium zu konzentrieren. Die Rückkehr in die 2. Liga ergab sich vor einigen Wochen kurzfristig, als der Verein nach Ersatz für die länger ausfallende Katarina Pavlovic (Mittelfußbruch) Ausschau hielt. "Wir haben im Verein gemeinsam überlegt, wer dafür in Frage kommt. Und ich bin dankbar, dass uns Tina mit ihrer Erfahrung im Moment hilft", sagt Trainer Norman Rentsch.

So wird die 25-Jährige auch am Samstag, 17.30 Uhr im Auswärtsspiel beim HC Rödertal zum BSV-Aufgebot gehören und im Laufe des Spiels wieder ihre Einsatzzeiten bekommen. "Es hat sich bewährt, dass Tina zu Beginn des Spiels von der Bank auch schon mit sieht, welche Aufgaben sich ergeben. Dann besprechen wir uns kurz und dann kann sie uns mit ihren individuellen Fähigkeiten trotz des minimalen Trainingsaufwandes von einer Einheit mit der Mannschaft pro Woche entlasten", sagt der Trainer.

Christina Zuber selbst, die bei bisher sechs Einsätzen 17 Tore erzielte, will aus der Rückkehr zum BSV keine große Geschichte machen und von einem Comeback nichts wissen. "Ich sehe es eher als kurzfristige Hilfe", erklärte sie in einem Interview mit dem BSV-Journal nach dem Herrenberg-Spiel. "Es hat sich gut angefühlt, wieder auf dem Spielfeld zu stehen", wird die Rückraumspielerin mit der Nummer 51 an anderer Stelle zitiert. Dennoch geht für sie mit Beginn des zweiten Semesters im April wieder das Studium vor.

Bei den auf Platz 6 stehenden Rödertalbienen erwartet Christina Zuber und ihre Mitspielerinnen erneut eine schwere Aufgabe. "Es wird ein richtiges Derby, wo es ordentlich zur Sache geht", sagt Norman Rentsch. Er hofft, dass sein Team in der Abwehr an die guten Leistungen der vergangenen Spiele anknüpft und fürs Angriffsspiel mit dem Sieg gegen Kirchhof weiteres Selbstvertrauen gesammelt hat. "Wir wollen mit viel Engagement und viel Mut vorne reingehen", kündigte er an. Das Hinspiel endete 24:24.

2. Bundesliga Samstag, 17.30 Uhr: HC Rödertal - BSV Sachsen Zwickau (Sporthalle Großröhrsdorf).

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