Berlin wird der erste Gradmesser

Die Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau haben im DHB-Pokal wahrlich nicht das leichteste Los gezogen. Allerdings weiß die Mannschaft, wie man beim Zweitliga-Rivalen an der Spree gewinnt.

Zwickau.

An den bis dato letzten Auftritt bei den Spreefüchsen Berlin erinnern sich Spielerinnen und Fans des BSV Sachsen Zwickau sicherlich gerne: Es war am 6. April, als sich die Mannschaft von Trainer Norman Rentsch trotz eines stark dezimierten Kaders mit dem 25:20-Erfolg wichtige Punkte für den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga holte. Das erneute Aufeinandertreffen in der Hauptstadt am Samstag, 19.30 Uhr steht allerdings unter völlig anderen Vorzeichen. Denn im Spiel der ersten Runde des DHB-Pokals werden auf beiden Seiten viele neue Gesichter auf der Platte stehen.

Bei Berlin ist auch der Trainer neu. In der Sommerpause hat der Portugiese Paolo Costa das Amt übernommen, der mit Monica Soares eine aktuelle und mit Anais Goureia eine ehemalige Nationalspielerin seines Landes zu den Füchsen lotste. Die Gäste müssen sich von daher auch ein Stück weit überraschen lassen, was sie im ersten Pflichtspiel der Saison erwartet. "Wir haben auch gar nicht erst versucht, Videomaterial zu organisieren, weil wir gut daran tun, uns auf unser Spiel zu konzentrieren", sagt der Zwickauer Trainer Norman Rentsch.

Mit dem Vorbereitungsstand seiner Mannschaft ist er zufrieden. "Wir gehen mit einer soliden Basis in die Saison", sagte er. Der BSV Sachsen hatte nach dem eher durchwachsenen Spieljahr 2018/19 alle Leistungsträgerinnen halten können und sich mit vier Spielerinnen verstärkt, die von verschiedenen europäischen Erstliga-Vereinen kamen. Nach zähem Beginn in den ersten Wochen und Testspielen hat Norman Rentsch zuletzt deutliche Fortschritte ausgemacht. "Wir sind dabei, in den Wettkampfrhythmus reinzufinden. Das wollen wir jetzt auch beim Spiel in Berlin unter Beweis stellen", sagt der Trainer.

Dabei sah er bei der Generalprobe am Dienstagabend beim Bundesliga-Absteiger Union Halle Neustadt (25:25) viele gute Aktionen seiner Mannschaft, aber auch noch Luft nach oben. "Wir hatten einige sehr, sehr dominante Phasen im Spiel, die es gilt, nach und nach auszubauen. In der zweiten Halbzeit haben wir nicht konzentriert genug weitergespielt", sagte Rentsch, der aber auch fleißig durchwechseln ließ.

Bis auf Petra Nagy, die sich im Vorbereitungsspiel gegen Frankfurt/ Oder an der Schulter verletzte, stehen dem Trainer für die erste Pokalrunde alle Spielerinnen zur Verfügung. Und selbst bei Petra Nagy gibt es positive Nachrichten. Sie fällt wohl doch nicht so lange aus, wie zunächst befürchtet. Lisa Felsberger, die sich zwischenzeitlich mit Muskelproblemen herumplagte, steht wieder voll zur Verfügung.

Das erste Punktespiel der neuen Zweitliga-Saison bestreiten die Zwickauer Handballerinnen am 7. September bei TuS Lintfort. Das erste Heimspiel eine Woche später wird gleich ein richtiger Kracher, denn es kommt Absteiger HC Leipzig.

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