Bezirksligateams im Gleichschritt

Die Handballer des SV Sachsen 90 Werdau haben am Sonntag den dritten Sieg in Folge gefeiert. Ähnlich gut läuft es bei den Männern aus Fraureuth.

Fraureuth/Werdau.

Der Blick auf die Tabelle der Handball-Bezirksliga der Männer ist aus Sicht der Vereine der Region derzeit sehr erfreulich. Mit 7:3-Punkten ist Aufsteiger SV Sachsen 90 Werdau zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison Tabellenzweiter. Auf Rang 4 folgt der HC Fraureuth (6:4). Vor der kleinen Pause am nächsten Wochenende - aufgrund der Herbstferien finden nur vereinzelt Punktspiele statt - gewannen beide Teams ihre Heimpartien.

SV Sachsen 90 Werdau - ZHC Grubenlampe II 25:23 (13:11). Mit dem Derbyerfolg hatte bei den Werdauern niemand gerechnet. Trainer Florian Jüstel standen am Sonntagnachmittag nur acht der eigentlich 14 Bezirksligaspieler zur Verfügung. Zwar halfen zwei Akteure der zweiten Mannschaft aus, die hatten aber bereits am Samstag 60 Minuten auf dem Parkett gestanden. "Es haben sich alle voll reingehauen. Spätestens ab der 40. Minute sind alle auf dem Zahnfleisch gegangen. Zwickau war irgendwann auch platt. Handballerisch gab es im Spiel nicht die großen Unterschiede. Am Ende hat der größere Wille entschieden", sagt Florian Jüstel. Seine Mannschaft lag fast die gesamte Spieldauer über in Führung. Großen Anteil daran hatte Marcel Bock, der neun Treffer beisteuerte und erfolgreichster Werdauer Werfer an diesem Tag war. Am Samstag hatte er im Spiel der zweiten Mannschaft in der 1. Bezirksklasse sogar 13-mal getroffen. Aufseiten der Zwickauer zeigte sich Roberto Schramm glänzend aufgelegt. Er netzte zehnmal ein, konnte die Niederlage des ZHC II aber nicht verhindern.

Florian Jüstel freut sich jetzt, dass sein Team ein freies Wochenende zum Verschnaufen hat. Am 1. November sind die Werdauer dann im Bezirkspokalwettbewerb bei Ligakonkurrent HSG Rottluff/Lok Chemnitz II gefordert. Der ist aktuell Tabellenelfter. "Ich hoffe, dass wir dann wieder einen größeren Kader zur Verfügung haben. Bei zwei unserer Langzeitverletzten sieht es ganz gut aus, dass sie bald wieder dabei sind. Das ist auch wichtig, weil wir bis Weihnachten jeden Mann brauchen", betont Florian Jüstel. Nach dem Pokalspiel ist seine Mannschaft in der Bezirksliga bis zum 19. Dezember jedes Wochenende gefordert.

Werdau: Nitsch, Simon, Preiß (4), Popp (1), Kratsch (2), Neumann (4), Hoffmann, Pfeifer (5), Seidel (2), Bock (9/2), Diehl. HC Fraureuth -TSV Oelsnitz 42:34 (20:15). Da die letzten Heimspiele gegen Oelsnitz verloren wurden, gingen die Fraureuther am Samstag mit einer gewissen Vorsicht in die Partie gegen die Vogtländer. Beim überraschend deutlichen Erfolg hatten die Gastgeber das Spiel aber über weite Strecken sicher im Griff. Dabei mussten sich die Fraureuther vor allem im Angriff ständig etwas Neues einfallen lassen, da die Oelsnitzer fast ausnahmslos offensiv zu Werke gingen. Sie pendelten während der gesamten Spielzeit zwischen den Deckungsvarianten 5:1, 4:2 oder gar 3:2:1 hin und her. Es dauerte ein wenig, bis sich das HC-Team darauf eingestellt hatte. So gestaltete sich der Spielstand in der ersten Viertelstunde ausgeglichen. Auch, weil sich Abwehr zu einfach von den Durchbrüchen oder den Anspielen an den Kreis der Oelsnitzer überrumpeln ließ. Nach der ersten Auszeit in der 21. Spielminute stellten die Fraureuther ihre Abwehr ebenfalls auf eine 5:1-Deckungsformation um. Somit konnte der HC in der Folgezeit den Spielfluss der Gäste unterbinden. Danach mussten die Hausherren bis zur Pause nur noch zwei Gegentreffer hinnehmen und bauten dadurch den Vorsprung auf fünf Tore aus.

Die ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff waren auf beiden Seiten von Hektik und Fehlern geprägt. Die Oelsnitzer kamen bis auf 20:23 heran. Mit einer Auszeit der Fraureuther in der 41. Spielminute wurde die Aufholjagd allerdings unterbunden. Als wenig später die Konzentration der Gäste zunehmend nachließ, bauten die Gastgeber den Vorsprung wieder kontinuierlich aus. Als Bennet Ketterl, der erstmals in dieser Saison sein Potenzial aufblitzen ließ, seinem 13. Treffer markierte, war der Vorsprung auf zehn Tore (42:32) angewachsen. "Es gilt nun, in den kommenden zwei Wochen im Training diesen Schwung zu behalten und die immer noch nicht sattelfeste Abwehr zu stärken", sagt der Fraureuther Trainer Gerd Jüngling.

Fraureuth: B. Raimer, Zschüttig, Niemczyk, Ludwig (3), Warnke (2), Kleinfeld (3), Ketterl (13), Bauer (2), Hentschel, Schlesier, Finkenwirth (11/4), F. Raimer (1), Zöllmann (7).

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