BSC Rollers melden Insolvenz an

Zwickau.

Die Zukunft der Zwickauer Rollstuhlbasketballer ist ungewiss. Wie die BSC Rollers am Freitag bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz mitteilten, habe der Verein am Vormittag einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim zuständigen Amtsgericht in Chemnitz gestellt.

"Mit dem aktuellen Budget ist ein Weitermachen in der höchsten Spielklasse nicht möglich", sagte Präsident Jürgen Wicka. Besonders der Umzug in die Sporthalle Mosel im Jahr 2015 habe den Verein finanziell zurückgeworfen. Von ehemals 400 bis 500 Zuschauern pro Spiel blieben nur rund 50 bis 100 übrig. "Das kostet uns pro Jahr ungefähr 12.000 Euro", so BSC-Pressesprecherin Yvonne Förster. Zwar sei in den vergangenen Jahren jeder Stein umgedreht worden, um neue Sponsoren zu finden. Aber ohne Erfolg. 

Laut Wicka ist der Verein bestrebt, den Spielbetrieb in der 1. Bundesliga vorerst aufrechtzuerhalten.Um trotz der prekären finanziellen Situation vorerst weiterspielen zu können, hat sich die gesamte Mannschaft bereit erklärt, dem Verein einen Zahlungsaufschub zu gewähren. Nach der Saison wollen die Zwickauer dann freiwillig in die 2. Bundesliga absteigen. Bereits im Jahr 2014 hatte Vorgängerverein der Rollers, der RSC Rollis Zwickau, Insolvenz anmelden müssen. (erbe)

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