BSV: Erste Neue ist eine alte Bekannte

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Die Zwickauer Handballerinnen haben sich für ihre erste Bundesliga-Saison seit 25 Jahren mit Torhüterin Nele Kurzke verstärkt. Das ist eine Personalie, bei der beide Seiten wissen, worauf sie sich einlassen.

Zwickau.

Der BSV Sachsen Zwickau hat sich für die nächste Saison große Verstärkung geholt. Und das gleich im doppelten Sinne: Denn zum einen ist die am Donnerstag als Neuverpflichtung des Bundesliga-Aufsteigers vorgestellte Nele Kurzke stolze 1,87 Meter groß. Vor allem aber bringt die 30-jährige Torhüterin neben reichlich Erstliga- auch internationale Erfahrung mit. "Ich glaube, dass Nele mit ihrer Vita unserer jungen Mannschaft, die nächste Saison zum ersten Mal in der Bundesliga spielt, absolut den Rückhalt geben kann", sagte der Zwickauer Trainer Norman Rentsch.

Nele Kurzke ist für die BSV-Fans keine Unbekannte. Schließlich trug die gebürtige Leipzigerin von 2012 bis 2015 bereits das Zwickauer Trikot. "Ich hatte damals eine schöne Zeit und wir standen schon mal kurz vorm Aufstieg", erzählte die Torhüterin zur Pressekonferenz. Nach erfolgreichen Jahren beim HC Leipzig, mit dem sie unter anderem den DHB-Pokal holte, und beim TSV Bayer 04 Leverkusen, bei dem sie es in die Nationalmannschaft schaffte, kehrt sie nach der Geburt einer kleinen Tochter im März nun nach Zwickau zurück. "Ich freue mich auf die erneute Zusammenarbeit mit Norman Rentsch und Detlef Schmidt", sagte die Lehrerin, die wieder in Leipzig wohnt und so die Familie in der Nähe weiß. "Ich tue alles dafür, so schnell wie möglich die letzten Pfunde wieder loszuwerden um fit in die Saisonvorbereitung einsteigen zu können", kündigte sie an.

Die Trainer haben daran keinen Zweifel. "Ich kann mich noch an eine Aussage von ihr in unserem Programmheft erinnern, als sie mit 22 oder 23 davon sprach, mal zu Olympia zu wollen. Das steht für ihren großen Ehrgeiz", so Norman Rentsch, der mit Nele Kurzke nicht nur beim BSV, sondern später auch in Leipzig zusammenarbeitete. Eine andere Episode konnte in dem Zusammenhang Dietmar Schmidt aus seiner Zeit als Trainer beim Frankfurter HC beisteuern. "Wenn Nele da einen Ball nicht halten konnte, hat sie manchmal so heftig an den Pfosten getreten, dass man Angst um ihre Zehen haben musste", berichtete er. Für ihn ist unstrittig: "Sie wird uns viel Freude machen, weil sie immer den Ehrgeiz hat, zu spielen und das möglichst über 60 Minuten."

Die beiden jungen Aufstiegstorhüterinnen Ela Szott und Charley Zenner freilich werden den Platz im Kasten nicht freiwillig hergeben. "Wir haben damit eine tolle Konkurrenzsituation im Tor, von dem alle drei und im Endeffekt die ganze Mannschaft profitieren kann", sagte Trainer Norman Rentsch. Er sieht den ersten Neuzugang für die nächste Saison aber auch als Signal an die Liga und an das Umfeld: "Diese Verpflichtung ist ein Ausrufezeichen, dass wir uns nächste Saison nicht abschießen lassen wollen und auch nicht werden."

Das hat die Mannschaft allerdings auch im letzten Saisonspiel der Zweitliga-Saison am Samstag, 18 Uhr beim Tabellenzweiten Füchse Berlin nicht vor. "Es wäre natürlich der i-Punkt auf diese Saison, wenn wir auch das Rückspiel gegen Berlin gewinnen könnten", erklärte der Trainer. Sein Team ist seit dem klaren Heimsieg im Hinspiel im Januar ohne Verlustpunkt geblieben. "Wir werden mit den gleichen Charaktereigenschaften, die uns ausgezeichnet haben, nochmal auf die Platte gehen", so Norman Rentsch. Die Zwickauerinnen hatten vor zwei Wochen mit einem 32:27-Heimsieg gegen den TuS Lintfort vorzeitig den Aufstieg ins Handball-Oberhaus geschafft.

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