BSV geht mit Handicap ins Heimspiel

Die Zwickauer Zweitliga-Handballerinnen müssen auf ihre beste Torschützin verzichten. Das ändert an der optimistischen Grundhaltung allerdings nichts.

Zwickau.

Klinikbett statt Handballparkett: Simona Stojkosvka wird das Heimspiel des BSV Sachsen Zwickau am Samstag, 17 Uhr gegen die HSG Freiburg nur im Liveticker verfolgen können. Die aktuell erfolgreichste Werferin (63 Liga- und Pokaltore) des Tabellenzweiten der 2. Bundesliga muss sich am Freitag in Leipzig einem operativen Eingriff im Knie unterziehen. Darüber hat der Verein am Mittwoch bei einem Pressegespräch in den Räumen der ZEV informiert.

"Es ist auf der einen Seite traurig, weil es für die Mannschaft und für mich gerade so gut läuft, aber was sein muss, muss sein", sagte Simona Stojkovska. Die 26-jährige Rückraumspielerin kämpfte schon seit einiger Zeit mit Knieproblemen und hatte in der Vorwoche für den Sieg im Spitzenspiel bei den Berliner Spreefüchsen auf die Zähne gebissen und neun Tore erzielt. Das Vertrauen in ihre Mitspielerinnen ist groß. "Unsere Stärke ist die mannschaftliche Geschlossenheit", sagt die Mazedonierin mit Verweis auf die Tatsache, dass jüngst zweimal der Ausfall von Jenny Choinowski kompensiert wurde. So sagt Simona Stojkovska: "Ich bin optimistisch, dass die Mannschaft auch ohne mich die Punkte holen wird."

Das hofft auch der Zwickauer Trainer Norman Rentsch, der beim letzten Heimspiel des Jahres mit einer vollen Halle wie zuletzt gegen Nürtingen (650 Zuschauer) rechnet und den Zuschauern eine "Weihnachtsparty" verspricht: "Wir wollen ein Feuerwerk abliefern und die Ergebnisse der vergangenen Spiele bestätigen", sagte er. Den Ausfall der Top-Werferin sieht er als Chance und Aufgabe für die anderen Spielerinnen. "Jetzt heißt es für die Mannschaft, die Leistung von Simona abzufangen", so der Trainer.

Er traut das einerseits Petra Nagy zu und verweist im gleichen Atemzug auf die zuletzt tollen Leistungen von Isa-Sophia Rösike. "Isi steht zwar in der Torschützenliste irgendwo bei Nummer 100, aber sie ist in dieser Saison schon viermal zur Spielerin des Tages gewählt worden", erklärt Norman Rentsch. Zum Abschluss der ersten Saisonhälfte spielt aus seiner Sicht auch die Trainingssteuerung eine wichtige Rolle. "Wir werden etwas Tempo rausnehmen und den Fokus vor allem auf den Donnerstag und Freitag legen, wenn es darum geht, die Spannung fürs Wochenende aufzubauen."

Mit der HSG Freiburg wird am Samstag ein Aufsteiger in der Sporthalle Neuplanitz erwartet, der vier seiner bisher zehn Spiele gewonnen hat und damit auf Platz 11 steht. Die Gefahr, dass der BSV den Gegner nach der jüngsten Siegesserie unterschätzt, sieht der Trainer nicht. "Die Mannschaft ist gerade sehr fokussiert", sagt er und verweist zudem auf die Heimniederlage gegen Harrislee als warnendes Beispiel.

Derweil hat die Operation von Simona Stojkovska zum jetzigen Zeitpunkt durchaus auch ihr gutes. Sie kann die Pause über die Feiertage zur Regeneration nutzen und ist - wenn alles gut geht - für die Topspiele im Januar schon wieder fit.

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