BSV ist auf Wiedergutmachung aus

Als ordentliche Backpfeife bezeichnet Trainer Norman Rentsch die erste Saisonniederlage der Zwickauer Handballerinnen. Von seinem Team fordert er jetzt mehr Konsequenz.

Zwickau.

Die Aufgabe könnte kaum schwieriger sein. Nachdem die Zweitliga-Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau am vergangenen Samstag in Solingen die erste Niederlage in dieser Saison hinnehmen mussten, soll die Wiedergutmachung ausgerechnet gegen den ungeschlagenen Tabellenführer gelingen. Die SG H2KU Herrenberg steht mit der bisher makellosen Bilanz von 10:0 Punkten an der Spitze und gastiert am Samstag ab 17 Uhr in der Sporthalle Neuplanitz. "Herrenberg hat über den Sommer seine Hausaufgaben gemacht und ist ähnlich wie Solingen ein wenig ein Überraschungsteam. Wir wollen ihnen den Schneid abkaufen und ihre Erfolgswelle beenden. Sie verfügen besonders über sehr gute individuelle Kräfte", sagt BSV-Trainer Norman Rentsch.

Besonders im Blick hat der Coach unter anderem Lea Neubrander, die mit ihrer Wurfstärke aus der zweiten Reihe in fünf Spielen bisher 28 Tore erzielte. Aufpassen müsse seine Mannschaft auch auf Annika Blanke und Anika Bissel, die im eins gegen eins oft in der Abwehr durchbrechen könnten: "Wir müssen auf der Hut sein und im Deckungsverbund noch konsequenter arbeiten. In Solingen hatten wir Potenzial in der Zusammenarbeit zwischen Abwehr und Torhüterin. Für Wiedergutmachung brauchen wir eine andere Tagesform." Geärgert hat Norman Rentsch bei der ersten Saisonniederlage vor allem eine Tatsache: Die Situation, die zum 24:25 in der letzten Spielsekunde führte, hatte er mit seiner Mannschaft schon oft besprochen. Trotzdem ging es schief und das Tor fiel. "Ich war in der Fehleranalyse offen und ehrlich und habe die individuellen sowie mannschaftlichen Fehler benannt. Von dieser ordentlichen Backpfeife müssen wir uns erst einmal erholen. Ich hoffe, dass wir aus der Situation gefestigt herausgehen und der Warnschuss zur rechten Zeit kam", betont der Coach.

Ein wenig Kopfzerbrechen bereiten den BSV-Verantwortlichen vor dem Heimspiel gegen Herrenberg die Entwicklungen der Coronafallzahlen. Nach dem Stand vom Donnerstagnachmittag darf der Verein die im Hygienekonzept vorgesehenen 350 Zuschauer in die Sporthalle Neuplanitz lassen. Ob das am Samstag immer noch gilt, kann keiner mit absoluter Gewissheit sagen. "Wir hoffen alle, dass es so bleibt. Wichtig ist vor Ort, dass sich alle an die Vorgaben halten", sagt Norman Rentsch.

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