BSV ist zu Hause eine Macht

Ihren sechsten Heimsieg in Folge haben die Zwickauer Zweitliga-Handballerinnen am Samstag gefeiert. Beim 39:29 gegen Herrenberg hatte Trainer Norman Rentsch trotzdem eine Kleinigkeit zu kritisieren.

Zwickau.

So sieht Wiedergutmachung aus. Nach der knappen 20:21-Niederlage vor einer Woche beim HC Leipzig haben die Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau am Samstag in eigener Halle gegen die SG H2Ku Herrenberg die richtige Antwort gegeben. In der 33. Minute traf Petra Nagy zum 21:12 und bescherte ihrer Mannschaft da schon so viele Treffer wie in Leipzig im gesamten Spiel. Am Ende leuchtete ein klares 39:29 von der Anzeigetafel in der Sporthalle Neuplanitz. Das war nicht nur der sechste Heimsieg in Serie, sondern auch der höchste BSV-Erfolg in dieser Saison.

In den 60 Minuten zuvor geriet der nie wirklich in Gefahr. Nur in den ersten zehn Minuten hielt Herrenberg den Rückstand noch bei einem Tor, danach setzten sich die Zwickauerinnen Stück für Stück ab. Mit dem 18:11 zur Halbzeit war die Partie quasi schon entschieden. "Natürlich könnte ich zufrieden und happy sein. Aber die Niederlage aus Leipzig liegt schon noch schwer im Magen. Die Mannschaft hat eine tolle Antwort auf die Platte gebracht, vor allem die Rückwärtsbewegung hat mir in der zweiten Halbzeit aber nicht ganz so gut gefallen", so BSV-Coach Norman Rentsch bei der Pressekonferenz, der seinem Team durchaus ein Kompliment für die Leistung aussprach. Einmal mehr überzeugten die Zwickauerinnen - bei denen Klara Schlegel nach ihrem Cut unter dem Auge aus dem Spiel in Leipzig fehlte - mit ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit. Einzig Simona Stojkovska blieb am Samstag ein Treffer verwehrt, ansonsten trafen alle Spielerinnen fast schon nach Belieben. Zur erfolgreichsten Werferin schwang sich Kapitänin Jenny Choinowski auf, die 13 Tore beisteuerte - sechs allein vom Siebenmeterpunkt. Besonders im Mittelpunkt wollte sie trotz der Auszeichnung als Spielerin des Tages nicht stehen. "Bei uns kann jede mit ihren Toren einem Spiel den Stempel aufdrücken", betonte sie.

Mit vier Treffen trug sich nach einer kleinen Durststrecke auch Katarina Pavlovic wieder in die Torschützenliste ein. Gerade der Jubel über ihren zweiten Treffer schien bei den Teamkolleginnen und Mannschaftsleiter Lars Radecker noch ein wenig größer auszufallen als sonst. Sich gegenseitig anfeuern, den andren Mut machen - das hatte Isa-Sophie Rösike schon unter der Woche bei der Pressekonferenz betont, funktioniere beim BSV in dieser Saison sehr gut. "Wir können uns die Meinung geigen und danach auch wieder zusammen lachen. Genauso gehört es dazu, eine Mitspielerin vielleicht mal aus einem kleinen Formloch zu holen", so Rösike. Diesen Zusammenhalt in der Mannschaft sieht auch Norman Rentsch. Und er bemerkt Unterschiede im Vergleich zu den Vorjahren: "Wirklich jede Spielerin ist ein wichtiger Bestandteil und hat im Team einen Verantwortungsbereich. Für mich als Trainer ist es von außen schön zu sehen, wie die Geschlossenheit innerhalb der Mannschaft gelebt wird."

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