BSV Sachsen hadert auch mit der Spielleitung

Handball, 2. Bundesliga: Zwickau verliert beim TuS Lintfort mit 27:28 (12:12).

Zwickau.

Die Stimmung auf der Rückfahrt nach Zwickau war gedämpft. "Im Bus wird aktuell nicht viel gesprochen. Wir hatten uns mehr vorgenommen", sagte Norman Rentsch am Samstagabend. Zuvor steckten die von ihm trainierten Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau beim TuS Linfort mit 27:28 (12:12) ihre zweite Saisonniederlage in der 2. Bundesliga ein.

Dabei lief das Gastspiel in der Nähe von Duisburg zunächst ganz gut für den Tabellenzweiten aus Westsachsen. "Wir sind gut gestartet, haben die Situation dann aber nicht zu 100 Prozent ausgenutzt", so der Trainer. Bezug nahm er damit vor allem auf die Phase zwischen der 10. und der 16. Minute, in der die Zwickauerinnen einen 3:4-Rückstand in eine 8:4-Führung verwandelten. "Den Vorsprung haben wir zu leichtfertig aus der Hand gegeben", sagte Rentsch. Mit einem 12:12 ging es schließlich in die Pause.

Den besseren Start nach Wiederbeginn erwischten die Gastgeberinnen, die vor dem Spieltag auf Platz 8 lagen. Innerhalb von elf Minuten stellten sie den Spielstand aus ihrer Sicht auf 19:14. Doch die Zwickauerinnen steckten nicht auf. Mehrmals verkürzten sie den Rückstand auf einen Treffer. Doch zehn Minuten vor dem Ende kippte die Partie wieder zugunsten der Lintforterinnen. Zunächst schickte das Schiedsrichtergespann BSV-Spielerin Katarina Pavlovic für zwei Minuten vom Feld. Nur 20 Sekunden später regte sich Rentsch über eine Entscheidung der Unparteiischen auf und fing sich dafür eine weitere Zeitstrafe gegen sein Team ein. "Generell war das Maß an Entscheidungen gegen uns voll. Da hätte ich mir mehr Souveränität gewünscht", sagte Rentsch, der mit den Leistungen der Spielleiter nicht zufrieden war. "Das habe ich ihnen nach der Partie auch gesagt", so der Zwickauer Coach. Mit dem Momentum auf ihrer Seite vergrößerten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung innerhalb von fünf Minuten von 21:20 auf 26:21. Zwar kämpften sich die Gäste erneut auf ein Tor heran, doch der Treffer von Rebeka Ertl zum 27:28 mit 13 Sekunden auf der Uhr fiel zu spät, um noch Zählbares mitzunehmen.

Trotz der Niederlage bleibt der BSV mit nunmehr 19:5-Punkten auf Rang 2. "Wir müssen das jetzt erst mal verdauen und werden uns ab Montag wieder auf unsere Stärken konzentrieren und auf Berlin fokussieren", so Rentsch. Denn am Samstag gastieren die Füchse aus der Hauptstadt, Tabellenführer mit 23:1 Punkten, in Zwickau.

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