BSV Sachsen: Vertrag mit Ivanauskaite aufgelöst

Handball: Knieprobleme bremsen Neuzugang aus - Team trainiert wieder

Zwickau.

Die erst im Sommer verpflichtete litauische Nationalspielerin Brigita Ivanauskaite (Foto) wird den Handball-Zweitligisten BSV Sachsen Zwickau ohne Pflichtspieleinsatz wieder verlassen. Wie der Verein am Freitag informierte, wurde der Vertrag mit der 21-jährigen Rückraumspielerin im beiderseitigen Einvernehmen zum 30. September aufgelöst. "Trotz bester medizinischer Betreuung ist Brigita zum Entschluss gekommen, ihre Handballkarriere für unbestimmte Zeit zu unterbrechen. Anhaltende Schmerzen im Knie, welche durch einen Knorpelschaden verursacht werden, lassen eine weitere sportliche Karriere auf dieser Leistungsebene nicht zu. Wir bedauern diese Entscheidung sehr, da wir große Hoffnungen in ihre sportliche Qualität gesetzt haben", heißt es in der Mitteilung des BSV.

Die Zwickauer Verantwortlichen hatten Brigita Ivanauskaite vom Liga-Rivalen HC Rödertal geholt, bei dem sie sich in der Vorsaison bereits mit der Knieverletzung herumplagte. Nach einem operativen Eingriff im Frühjahr war BSV-Trainer Norman Rentsch im Juni bei der öffentlichen Vorstellung der 1,85 Meter großen Litauerin als Königs-Transfer für die Saison 2020/21 jedoch davon ausgegangen, dass sie ab Oktober für Zwickau auf Torejagd gehen kann. Diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Dagegen liegt Lisa Felsberger, die sich Anfang März einen Kreuzbandriss zugezogen hatte und Ende April operiert wurde, beim Aufbautraining voll im Plan. "Da sind wir sehr zufrieden. Es ist an Ehrgeiz fast nicht zu überbieten, wie diszipliniert sie ihr individuelles Programm durchzieht", lobt Rentsch die österreichische Nationalspielerin. Dennoch will der BSV bei ihrer Rückkehr nichts überstürzen. "Da ist Geduld gefragt", sagt der Trainer. Er geht im Moment davon aus, dass die 27-jährige Spielgestalterin ab Januar 2021 wieder im Punktspielbetrieb die Bälle verteilen kann.

Unterdessen nimmt das Zweitliga-Team am heutigen Montag das reguläre Training wieder auf. Nach dem positiven Corona-Test einer Spielerin vor zehn Tagen konnte bereits in der Vorwoche Entwarnung gegeben werden. Die komplette Mannschaft (inklusive der zunächst betroffenen Spielerin) und der Stab waren Anfang der Woche alle negativ getestet worden. Trainer Norman Rentsch nimmt die unfreiwillige Pause sportlich, zumal sie in die erste von drei Wochen ohne Punktspiel fiel. "Die Spielerinnen haben sich während der Quarantäne individuell fit gehalten. Ich gehe davon aus, dass sie mit viel Power und Elan in die Halle zurückkehren", sagt er.

Das für vorige Woche geplante Trainingsspiel gegen den HC Rödertal soll in dieser Woche nachgeholt werden. Zudem plant der BSV für den 13. Oktober ein Testspiel gegen den HC Leipzig und ist bemüht, es vor Zuschauern austragen zu können. Dabei sollen die zum Saisonbeginn noch verletzt fehlenden Petra Nagy und Simona Stojkovska ebenso Spielpraxis bekommen wie jene Spielerinnen, die in ersten drei Partien nur kurzzeitig auf der Platte standen. Die Zwickauer Mannschaft steht aktuell verlustpunktfrei hinter den Füchsen Berlin und der SG Herrenberg, die jeweils ein Spiel mehr absolviert haben, auf Platz 3. Das nächstes Punktspiel bestreitet der BSV am 17. Oktober beim Tabellenvierten HSV Solingen-Gräfrath.

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