BSV Zwickau fällt im Angriff zu wenig ein

Handball, 2. Bundesliga: 33:35-Niederlage gegen den TSV Nord Harrislee

Zwickau.

Für den schönsten Treffer des Tages sorgte am Samstag ausgerechnet die Torhüterin des BSV Sachsen Zwickau. In der 3. Spielminute wollte Charly Zenner den Ball eigentlich per langem Pass zum Tempogegenstoß nach vorn bringen, ihr Wurf fand aber gleich selbst den Weg ins Tor des TSV Nord Harrislee. Das 2:1 sollte die einzige Führung der Gastgeberinnen bleiben. Am Ende unterlagen die Zwickauerinnen 33:35 (14:17) und rutschten in der Tabelle der 2. Handball-Bundesliga von Rang 3 auf 5 ab.

So knapp wie das Ergebnis war, so eng ging es in der Partie nur in der Anfangsphase zu. Bereits Mitte der ersten Halbzeit gelang es Harrislee erstmals, sich auf drei Tore abzusetzen. Den Zwickauerinnen fiel im Angriff nur wenig ein gegen die kompakt stehende 5:1-Formation der Gäste. "Wir haben lange daran gearbeitet, dass das heute so aussah wie es aussah", sagte Harrislee-Co-Trainer Peer Linde nach der Partie. Mit vier Treffern in Folge zum 15:10 (24. Minute) sorgten die TSV-Frauen quasi schon für die Vorentscheidung, da Zwickau in dieser Phase kein eigenes Tor gelang. Zwar war der BSV bis zur Pause noch auf 14:17 rangekommen. Zwei schnelle Treffer für Harrislee nach Wiederbeginn und die rote Karte für Nadja Bolze machten wenig Hoffnung, dass die Gastgeberinnen das Spiel noch umbiegen können.

Und so sollte es auch bleiben. Statt den Rückstand auf ein oder zwei Treffer verkürzen zu können, lag der BSV zwischenzeitlich sogar einmal mit acht Toren hinten. Bereits in der 39. Minute musste Norman Rentsch die von ihm ausgegebene Zahl von maximal 25 Gegentoren pro Spiel registrieren. Nicht nur in seinem Gesicht machte sich da ein wenig Ernüchterung bemerkbar. Die Abwehrleistung war es dann auch, mit der der Trainer nach der Partie am meisten haderte: "35 Gegentore sind deutlich zu viel. Das war eindeutig nicht das, war wir bisher gut umgesetzt haben. Natürlich können wir nach dem guten Saisonstart mit Selbstbewusstsein in ein Spiel gehen. Aber da war heute vielleicht ein leichter Hochmut da. Das war mir alles zu leichtfertig und ein sehr, sehr improvisierter Handball."

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