Crimmitschau kämpft gegen Erstligisten

Vor nur wenig mehr als 600 Zuschauern haben die Eispiraten einen ihrer letzten Tests vor Saisonbeginn absolviert.

Crimmitschau.

Eine Überraschung ist ausgeblieben: Im vorletzten Test vor dem Start der neuen Saison hat Eishockey-Zweitligist Eispiraten Crimmitschau gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven eine 2:5 (2:1, 0:3, 0:1)-Niederlage kassiert. Die Gäste von der Nordseeküste, die den Aufstieg in die Deutsche Eishockey Liga (DEL) wagen, agierten mit vier Reihen. Die Tore für Crimmitschau erzielten André Schietzold und Bernhard Keil, die mit einem Doppelschlag innerhalb von 30 Sekunden erfolgreich waren. Die Partie hat einige Erkenntnisse gebracht.

Ryan Nie ist ein Rückhalt: Der 31-jährige Schlussmann wird auch in der neuen Saison wieder zu den stärksten Torleuten in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL 2) gehören. Der Kanadier wehrte vor allem im zweiten Abschnitt etliche hochkarätige Versuche der Fischtown Pinguins ab. Ryan Nie, der seit Januar 2014 im Eispiraten-Kasten steht, wirkte fast noch beweglicher und konzentrierter als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Allerdings muss der Schlussmann die Anzahl der Scheiben, die in die gefährliche Zone prallen, reduzieren. Duo funktioniert nicht: Trainer Chris Lee hat diesmal Danny Pyka und Jan Tramm gemeinsam in einer Abwehrformation agieren lassen. Das Duo verschlief den Start sowohl ins erste als auch zweite Drittel. Bremerhaven ging nach 24 Sekunden in Führung. Zu Beginn des zweiten Drittels trafen Jack Combs nach acht Sekunden und Jordan Owens nach 24 Sekunden. Bei den genannten Treffern standen jeweils Pyka und Tramm in der Abwehr auf dem Eis. Trainer Chris Lee stellte sich nach der Schlusssirene schützend vor das Verteidiger-Duo: "Die Abwehrarbeit ist eine Aufgabe von allen fünf Spielern, die auf dem Eis stehen."

Mit Tempo gefährlich: Die Eis- piraten sind vor allem im ersten Drittel ein hohes Tempo gegangen. Dadurch stellten sie die Abwehr der Fischtown Pinguins immer wieder vor Probleme. Mark Lee (12.), Jason Pinizzotto (15.) und Vincent Schlenker (18.) vergaben aus guten Positionen. "Hier brauchen wir etwas mehr Cleverness im Abschluss", sagte Chris Lee. Im Verlauf der Partie ließen die Kräfte und damit die Durchschlagskraft in der Offensive nach. Der Ausfall von Patrick Pohl, der aufgrund von Rückenproblemen pausierte, sorgte für eine Lücke.

Ciernik braucht noch Zeit: Die Blicke der Anhänger haben sich auf Ivan Ciernik gerichtet. Der 38-jährige Neuzugang streifte sich gegen Bremerhaven erstmals das Eispiraten-Trikot über. Der Deutsch-Slowake stürmte oft an der Seite von Valerij Guts und Erik Gollenbeck. In den ersten beiden Dritteln blieb Ciernik blass. Im letzten Abschnitt erspielte er sich zwei gute Chancen: Erst traf der Neue die Latte (48.), dann verfehlte er aus zentraler Position knapp den Kasten (52.).

Interesse ist gering: Nur 626 Zuschauer haben sich am Freitagabend auf den Weg ins Kunsteisstadion im Sahnpark gemacht. Das ist für ein Duell gegen einen DEL-Vertreter enttäuschend. "Die große Anzahl an Vorbereitungsspielen und das schöne Spätsommerwetter spielen wahrscheinlich eine Rolle", sagt der sportliche Leiter Ronny Bauer. Erstmals stand die neue Sitzplatztribüne zur Verfügung. Viele Besucher, die nach dem Aufbau ihren Stammplatz räumen mussten, quittierten vor Spielbeginn die Informationen zum Aufbau der Stahlkonstruktion mit Pfiffen. In den Internet-Foren hagelt es Kritik am Standort.

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