"Dann ist es über uns hereingebrochen"

Trotz einer sehr guten Leistung haben Meeranes Hockeyspieler am Sonntag mit leeren Händen dagestanden. Für die Frauen gab es dagegen Lob und Punkte - sowie demnächst noch eine Gratisrunde.

Meerane.

Mit einem Sieg und einer Niederlage sind die Hockey-Teams des SV Motor Meerane von ihren Auswärtspartien am Wochenende zurückgekehrt. Als Steffen Jahn (Trainer der Männer in der Regionalliga) und Mirko Götz (Trainer der Frauen in der Oberliga) über die Leistung ihrer Teams sprachen klang es aber fast so, als ob es zwei Siege gegeben hätte.

"Ich kann meiner Mannschaft nur ein Riesenkompliment für die Leistung machen", sagte Jahn. Immerhin war es gegen den Gegner Berliner HC II ein Duell mit ungleichen Waffen. "Die haben hauptamtliche Trainer, vier U-19-Nationalspieler, vier bis fünf gestandene Bundesligaspieler und der Rest spielt regelmäßig in der A-Jugend um die Meisterschaft" erklärte Jahn. Das Einzige, was die Berliner lange Zeit nicht hatten, war die Führung. Nach einer torlosen ersten Hälfte veredelte Jens Geier einen schönen Spielzug der Meeraner zum 1:0. Später schloss Dirk Lange einen Konter zum 2:0 ab. "Bis neun Minuten vor dem Ende hatten wir sie eigentlich gut im Sack. Aber dann ist es über uns hereingebrochen", so Jahn. Die Berliner nutzten individuelle Fehler der Meerane aus und bogen die Partie mit 3:2 noch um. "Ich könnte weinen. Es war das beste Spiel, was wir gezeigt haben und wir wurden einfach nicht belohnt", sagte Jahn. Auch einige Schiedsrichterentscheidungen fielen unglücklich gegen Meerane aus. "Aber das hilft ja alles nicht. Wir dürfen jetzt nicht Bange machen und müssen das Positive mitnehmen", so der Trainer. Mit elf Punkten steht Motor zwei Zähler vor dem Letzten Zehlendorf. Am Sonntag spielt Meerane ab 11Uhr gegen den Spitzenreiter Berliner SC.

Die Motor-Frauen konnten sich mit ihrer Leistung und dem Ergebnis in Leipzig dagegen für die jüngste 0:1-Heimniederlage in der Oberliga gegen Freiberg rehabilitieren. "Das ging allen noch etwas an die Nieren. Aber in Leipzig haben wir eine Reaktion gesehen und uns deutlich gesteigert", so Trainer Mirko Götz. 4:1 (2:1) siegten die Meeranerinnen in Abwesenheit von Abwehrspielerin Tina Götz in der Messestadt und haben nun fünf Punkte Vorsprung auf Platz 2. Bereits am Samstag, 16 Uhr treffen die Motor-Frauen zuhause auf Schlusslicht Chemnitz.

In Leipzig erwischten die Meeranerinnen zunächst einen Blitzstart. In der 1.Minute gab es die erste Strafecke, die Melanie Lange verwertete. Doch nur zwei Minuten später glichen die Leipzigerinnen nach ihrer ersten Ecke zum 1:1 aus. Dann schlug die große Stunde von Hanna Rothmund. Mit dem 2:1 brachte sie Meerane in der 7. Minute wieder in Front. Nach der Pause legte sie nach Vorlage von Anika Käßner zum 3:1 nach, ehe ihr auch der Treffer zum Endstand gelang. Mirko Götz freute sich über den Hattrick - wenngleich er kein Lupenreiner war. "Aber sie muss jetzt natürlich trotzdem einen ausgeben", sagte Götz mit einem Augenzwinkern.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...