Darum lässt der BSV-Trainer die Mädels schon wieder schwitzen

2. Handball-Bundesliga: Norman Rentsch redet über den Vorbereitungsplan und den Stand in Sachen Zugänge

Zwickau.

Gerade mal 16 Tage nach dem letzten Punktspiel der Zweitliga-Saison 2018/19 hat Trainer Norman Rentsch die Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau schon wieder zum Training in die Sporthalle Neuplanitz gebeten. Mit dem 39-Jährigen führte Monty Gräßler das folgende Interview.

Freie Presse: Herr Rentsch, zwei Wochen Pause - das klingt jetzt nicht wirklich viel. Was hat Sie dazu bewogen, so zeitig schon wieder einzusteigen?

Norman Rentsch: Im Gegensatz zu den Fußballern, bei denen ja Ende Juli schon wieder die Saison beginnt, starten wir erst Anfang September. Von daher gibt es das Modell einer sehr langen Sommerpause und das Modell, die Vorbereitung in zwei Phasen zu absolvieren. Wir haben uns, unter anderem auch mit Blick auf die Ferienzeit, für die zweigeteilte Vorbereitung entschieden.

Dann wird es also doch noch mal eine längere Pause für die Spielerinnen geben?

Genau. Der Plan sieht so aus, dass wir uns in den nächsten drei Wochen die Kraft und Ausdauer erarbeiten wollen, um mit einer guten körperlichen Verfassung dann Ende Juli in die direkte Vorbereitung einzusteigen. Deshalb bekommen die Mädels auch alle ein Athletikprogramm für die vier Wochen Pause mit. Dann haben wir noch sieben Wochen Zeit bis zum ersten Punktspiel. Die Erfahrung zeigt, dass eine noch längere Vorbereitung keinen Sinn macht. Das zieht sich irgendwann wie Kaugummi.

Die Mannschaft war am Dienstagabend am Schwanenteich joggen. Was haben Sie in den ersten drei Wochen noch alles vor?

Wir werden uns in verschiedenen Sportarten betätigen, Athletikeinheiten einstreuen und natürlich auch ab und zu den Ball in die Hand nehmen. Der Fokus liegt dabei darauf, dass die Spielerinnen individuell neue Sachen ausprobieren. So wollen wir dranbleiben, ohne das Thema Handball schon zu sehr in den Mittelpunkt zu rücken.

Der Verein hat am Mittwoch die Vertragsverlängerung mit Katarina Pavlovic bekannt gegeben. Wie wichtig schätzen Sie diese Personalie ein?

Für beide Seiten stand schon länger fest, dass wir die Zusammenarbeit fortsetzen wollen. Kata ist mit ihrer Wurfstärke wie mit ihrem Temperament - in die richtigen Bahnen gelenkt - eine wichtige Komponente in unserem Spiel. Durch ihre Verletzung haben uns in der Rückrunde vor allem die einfachen Tore aus der zweiten Reihe gefehlt.

Damit sind wir bei acht Vertragsverlängerungen. Beim Thema Neuzugänge hat sich der Verein dagegen bisher bedeckt gehalten. Können Sie etwas sagen, wie der aktuelle Stand ist?

Der Stand ist sehr gut. Der Verein wird am 19. Juni auf einer Pressekonferenz die Spielerinnen vorstellen, die neu zu uns stoßen.

Bis dahin sollen die Namen geheim bleiben?

Richtig. Alle im Verein haben in den vergangenen Wochen sehr viel investiert, um Spielerinnen nach Zwickau zu holen, die uns ermöglichen, den Blick in der Tabelle weiter nach oben zu werfen. Diese Wertschätzung sollen sie auch erfahren, indem wir für ihre Vorstellung die große Bühne nutzen wollen.

Sie hatten vor dem Heimspiel gegen Bremen schon mal angedeutet, dass vor allem für den Rückraum und die Außen Verstärkungen gebraucht werden. Sind das jetzt auch die Positionen, die neu besetzt werden?

Ja, das kann ich so bestätigen. Aber wie gesagt, alle anderen Details wollen wir bei der Pressekonferenz bekannt geben.

Okay. Dann noch mal zurück zum Sportlichen. Was ist die wichtigste Erkenntnis aus der Saison 2018/19 und wie wird das in die rein handballerische Vorbereitung einfließen?

Es hat sich gezeigt, dass wir immer dann erfolgreich waren, wenn Mentalität und Emotionalität gestimmt haben. Wenn wir an der Stelle nicht wieder investieren müssten und das auch die Neuen eingeimpft bekommen, wäre das schon mal eine ganz wichtige Basis.

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