Der Liebe wegen gewechselt

In der 2. Tischtennis-Bezirksliga steht die erste Mannschaft des SV Remse auf Platz drei. Für Punkte sorgt unter anderem ein ehemaliger Welt- und Europameister.

Remse.

Die erste Tischtennismannschaft des SV Remse steht nach fünf Spielen mit 6:4 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz der 2. Bezirksliga, Staffel West unter elf Teams. Dahinter verbergen sich drei Siege und zwei Niederlagen.

Dass es in dieser Liga spannend zugeht, hat das Spiel am Wochenende gegen den SV Schnarrtanne 1890 bewiesen. Die Remser gewannen am Ende mit 9:7, lagen jedoch zwischenzeitlich schon 7:2 vorn. Marcel Kühnert und Nils Roth haben den Sieg erst im Abschlussdoppel gesichert. Die Mannschaft liegt damit laut Karl-Heinz Nötzold im Soll, ein Mittelfeldplatz ist das Saisonziel. Der Aufstieg steht für die sechs Remser Aktiven nicht zur Diskussion, obwohl sie für diese Punktspielserie namhafte Verstärkung bekommen haben.

Wolfgang Schmidt ist vom SV Saxonia Freiberg nach Remse gewechselt. Dort stand er die vergangenen zwei Jahre in der 1. Bezirksliga an der Platte. Der 77-Jährige hat eine bemerkenswerte sportliche Visitenkarte vorzuweisen. Wolfgang Schmidt ist zweifacher Seniorenweltmeister. Die Titel hat er 2008 in Rio de Janeiro im Einzel und Doppel gewonnen. Darüber hinaus war er auch bei Europameisterschaften erfolgreich. In Tampere holte er 2015 ebenfalls im Einzel und Doppel Goldmedaillen. "Die Liebe hat mich zum SV Remse verschlagen", sagt Schmidt. Seine Lebenspartnerin wohnt in Glauchau, und da in der Stadt Tischtennis von der Bildfläche verschwunden ist, geht er seiner sportlichen Leidenschaft in Remse nach. So bleibt noch genug Zeit, die Wochenenden mit seiner Partnerin zu verbringen.

Nötzold spielt seit 32Jahren Tischtennis und ist Partner des Ex Welt- und Europameisters in den Doppeln. Vom Senior könnten er und die anderen Spieler immer noch etwas lernen, vor allem im mentalen Bereich. "Wolfgang Schmidt ist mit seiner Routine in den Spielen eine sichere Bank", sagt Nötzold.

Der SV Remse hat sechs Mannschaften im Punktspielbetrieb und einen recht erfolgreichen Nachwuchsbereich. Um eine der schnellsten Ballsportarten auch für die Zukunft im Ort zu sichern, braucht man laut Nötzold Nachwuchs und Sponsoren. Wer Interesse hat, sich an der Tischtennisplatte einmal auszuprobieren, kann sich zu den Trainingszeiten in der Schulturnhalle melden.

Training: mittwochs und freitags jeweils von 17 bis 21. Uhr.

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