Der nächste Kracher wartet schon

Mit einem Remis und einer Niederlage sind die Hockeyspielerinnen des SV Motor Meerane in die Hallensaison gestartet. Im ersten Heimspiel wollen sie sich am Sonntag nicht verstecken.

Meerane.

Am Ende ist es ein Punkt geworden, den das Frauenteam des SV Motor Meerane am Wochenende aus Berlin mitgebracht hat. Und die Erkenntnis, dass die Mannschaft auch in der Hallensaison der Hockey-Regionalliga mit den Spitzenteams mithalten kann. "Gegen Prenzlauer Berg haben wir ein taktisch sehr, sehr gutes Regionalligaspiel mit hohem Tempo geliefert", sagt Motor-Trainer Mirko Götz zum 4:4 seiner Mannschaft am Samstag gegen Rotation Prenzlauer Berg. Und auch einen Tag später hielten die Meeranerinnen trotz einer 2:8-Niederlage gegen den Bundesliga-Absteiger Mariendorfer HC gut mit.

Die Meeranerinnen hielten ihren Kasten gegen den HC, der am Samstag mit einem 16:1-Sieg über Lindenau in die Spielzeit gestartet war, elf Minuten sauber. Erst nach einer Strafecke klingelte es im Meeraner Tor. "Gegen den klaren Aufstiegsfavoriten, der mit vollem Ballett angetreten und vom Spieltempo nochmals eine Klasse besser ist, war das bemerkenswert", sagt Götz. Auch das 0:2 aus Gäste-Sicht fiel nach einer Ecke. Nachdem Marie Rothmund zum 1:2 und später Melanie Lange zum 2:3 verkürzten, war das Spiel trotz des Gegentreffers zum 2:4 kurz vor der Pause noch offen. "In Hälfte 2 haben wir zwischen der 40. und der 45. Minute drei Treffer kassiert. Das war zu schnell, aber wir haben uns gefangen. Vor zwei Jahren hätten wir wahrscheinlich noch vier Tore mehr kassiert", sagt Götz. Der Erfolg für den HC sei verdient gewesen, aber etwas zu hoch ausgefallen, so der Übungsleiter.

Schon am Samstag bewiesen die Meeranerinnen neben taktischer Flexibilität auch Moral und Kampfgeist. Viermal lagen sie gegen Rotation Prenzlauer Berg zurück, viermal glichen sie wieder aus. Nach Treffern von Melanie Lange, Tina Götz und Marie Rothmund stand es zur Pause 3:3. Beide Teams spielten in der zweiten Hälfte auf Sieg. Fünf Minuten vor dem Ende erzielten die Gastgeberinnen das 4:3. "Ich habe dann drei Minuten vor Schluss eine Auszeit genommen", sagt Götz. Die Gegner rechneten nun damit, dass Meerane für ihre Torhüterin direkt eine Feldspielerin einwechselt. "Mit dem Tausch haben wir aber noch eine halbe Minute gewartet - das hat Prenzlauer Berg dann etwas irritiert", so Götz. Den Überraschungsmoment nutzte Hanna Rothmund zum erneuten Ausgleich aus.

Mit taktischer Raffinesse will Motor am Sonntag auch dem SC Charlottenburg in der Karl-Heinz-Freiberger-Halle begegnen. "Das ist gleich der nächste Kracher. Sie werden mit Mariendorf wohl um den Aufstieg spielen", sagt Götz. Charlottenburg feierte zum Auftakt am Wochenende zwei Siege - doch Meerane will sich nicht verstecken., wie Götz verrät. "Wir wollen punkten. Und dafür werden wir uns taktisch wieder etwas einfallen lassen."

RegionalligaSo., 15.30 Uhr: SV Motor Meerane - SC Charlottenburg (Karl-Heinz-Freiberger-Halle)

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