Der Neue mag die lauten Töne

Russi Petkov ist der neue Trainer beim Fußball-Landesligisten VfL 05. Notwendig wird dadurch ein Coach für den VfL 05 II.

Hohenstein-Ernstthal.

Nach dem überraschenden Rücktritt von Trainer Roy Teubel hat der VfL-Vorsitzende Heiko Fröhlich den Posten beim Fußball-Landesligisten kurzfristig neu besetzt. Russi Petkov hat übernommen, der vorübergehend auch noch das Landesklasseteam trainiert. Petkov hatte am Wochenende deshalb viel zu tun. Er saß bei der Niederlage des Landesligateams in Eilenburg genauso auf der Bank, wie bei den Landesklassespielen des VfL 05 II in Gelenau und auf heimischen Platz gegen Thalheim (2:1).

"Am kommenden Wochenende wird Futsal gespielt, damit haben wir etwas Zeit, um für die zweite Mannschaft eine Lösung zu finden", sagt Heiko Fröhlich. Petkov, früher Profitorhüter bei Erzgebirge Aue, hatte er im Spätsommer nach Hohenstein-Ernstthal geholt, wo er in den vergangenen Jahren aber auch schon als Torwarttrainer und im Nachwuchs gearbeitet hatte. Sogar einige Spiele absolvierte der Bulgare in der Saison 2008/2009.

Genau wie bei seinem Vorgänger Roy Teubel geht es bei Petkov an der Seitenlinie laut zu, denn er setzt auf klare Anweisungen an die Spieler. "Das ist wichtiger, als vor dem Spiel zu viel zu sagen", erklärte der 40-Jährige, der momentan ausgerechnet auf der Torhüterposition Sorgen hat. Nachwuchstorhüter Björn Engmann fällt mit einer noch nicht genau diagnostizierten Schulterverletzung auf unbestimmte Zeit aus. Deshalb stehen mit Toni Grabowski und Futsal-Spezialist Petr Schatalin derzeit nur zwei Schlussleute für zwei Teams zur Verfügung. Marco Pohl konzentriert sich auf die Futsal-Nationalmannschaft und Chris Friedemann weilt bis nächstes Jahr in Australien. "Auf der Position müssen wir noch was tun", sagt Heiko Fröhlich.

Trubel um den Rücktritt Teubels gibt es im VfL-Team nicht. Laut Kapitän Marc Benduhn kam die Entscheidung für die Mannschaft aber schon überraschend. Danach setzten sich die Spieler zusammen. "Es wurden viele Dinge besprochen und ausgewertet, intern und mit dem Vorstand. Die Entscheidung, die getroffen wurde, akzeptieren wir als Mannschaft", sagt der Angreifer, der sich aber gewünscht hätte, dass sich Teubel noch einmal persönlich vor die Mannschaft stellt.

Roy Teubel, der seit Sommer 2015 VfL-Trainer war, hatte vergangene Woche seinen Rücktritt erklärt. Neben familiären Gründen seien auch unterschiedliche Meinungen von ihm und Vereinschef Heiko Fröhlich über die Ausrichtung der Fußballabteilung, unter anderem zum Thema Futsal, entscheidend gewesen.

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