Derby endet wie in der Hinrunde

Der Oberlungwitzer SV hat im Heimspiel der Fußball-Landesklasse gegen Lok Zwickau zu wenig Torgefahr entwickelt. So nahmen die Gäste drei wichtige Punkte mit.

Oberlungwitz.

Das Derby der Fußball-Landesklasse zwischen dem Oberlungwitzer SV und dem ESV Lok Zwickau endete am Sonntag genau wie in der Hinrunde: Die Zwickauer setzten sich 3:1 durch. "Der Gästesieg war nicht unverdient. Sie waren einfach konsequenter vor dem Tor. Wir haben viel Aufwand betrieben, aber zu wenig draus gemacht", stellte OSV-Trainer Frank Wüstner nach der Partie fest. Sein Gegenüber Sven Döhler sah das ähnlich. "Wir haben wenig zugelassen und eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt", sagte der Zwickauer Trainer und war froh, dass die Chancenverwertung besser klappte als meist in der Hinrunde.

Bei stürmischen Bedingungen brauchten beide Teams eine gewisse Zeit, um in die Partie zu finden. In der 15. Minute zeigten dann die Gäste, wie effektiver Fußball aussieht. Einen langen Pass nahm Luke-Leon Neuper gut mit und verwertete zum 1:0 für Zwickau. Danach erhöhte der OSV den Druck. Doch aus dem Spiel heraus kam kaum Torgefahr auf und auch bei den Standards gelang gegen die großgewachsene Zwickauer Defensive nicht viel. So ging es mit einer 1:0-Führung für die Gäste in die Pause.

Danach stellten die Platzherren taktisch um und agierten etwas offensiver. Sehr viel mehr als ein gefährlicher Distanzschuss durch Nils Leuschner war aber nicht zu verzeichnen. Nach gutem Umschaltspiel und einem stark vorgetragenen Angriff erhöhten die Gäste durch David Günnel (55.) und hatten die Partie danach im Griff. "Wir waren über weitere Strecken zu sehr mit uns oder dem Schiedsrichter beschäftigt", beklagte Frank Wüstner vom OSV. Erst in den letzten zehn Minuten konnten seine Spieler wirkliche Torgefahr entwickeln. In der 86. Minute markierte Stefan Rücker den Anschlusstreffer und kurz darauf gab es noch einen Freistoß aus guter Position, den Erik Wüstner aber in die Mauer schoss.

Wie es besser geht, zeigte der Zwickauer Steven Kretschmar fast im Gegenzug. Aus mehr als 20 Metern schoss er seinen Freistoß in die Maschen (90.). Im Hinspiel hatte er alle drei Zwickauer Tore erzielt. "Eigentlich liegen uns die kleineren und quirligen Mannschaften nicht so. Heute haben wir das aber gut gemacht", sagte Kretschmar, für den einige Nicklichkeiten und Wortgefechte kurz nach dem Abpfiff sofort vergessen waren. Nach einer eher mäßigen Vorrunde war dieser Derbyerfolg laut Kretschmar im Kampf um den Klassenerhalt immens wichtig für sein Team.

Mit 20 Punkten ist Lok Zwickau nach dem Sieg nun Zwölfter, während Oberlungwitz mit 21 Punkten zwei Plätze besser dasteht, aber trotz des Polsters auf die Abstiegsränge nach der Niederlage gewarnt ist. "Die nächsten schweren Spiele werden zeigen, wo die Reise hingeht", sagt Trainer Frank Wüstner. Am Sonntag wartet das Derby in Lichtenstein auf sein Team.


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