"Derbys sind etwas Besonderes"

HSG-Trainer Jörg Erler über die Vorbereitung, neue Teams in der Liga und das Saisonziel seiner Mannschaft

Langenhessen.

Die Bezirksliga-Handballerinnen der HSG Langenhessen/Crimmitschau starten am Sonntag beim SV Chemie Zwickau in die neue Punktspielsaison. Thomas Michel unterhielt sich zuvor mit Trainer Jörg Erler.

Freie Presse: Für die HSG beginnt übermorgen die neue Saison. Wie ist denn die Mannschaft drauf?

Jörg Erler: Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung mit einem intensiven Sommertraining, bei dem die Kondition im Mittelpunkt stand. Anschließend waren wir beizeiten wieder in der Halle und haben uns in einem Trainingslager den letzten Schliff geholt. Das hat die Mannschaft zusammenrücken lassen, nachdem wir mit dem Weggang unserer Torjägerin Nadine Pfeffer einen herben Verlust hinnehmen mussten.

Gibt es für Nadine Pfeffer einen gleichwertigen Ersatz? Mit welchen Zielen gehen Sie in die Saison?

Wir werden zunächst versuchen, das Ganze auf mehrere Schultern zu verteilen. Ich bin da recht optimistisch, dass uns das gelingen wird. Zumal die Mannschaft sich erneut das Saisonziel gestellt hat, um die Medaillenplätze mitzuspielen. Das haben sich sowohl die Spielerinnen als auch ich als Trainer vorgenommen. In der letzten Saison hatten wir den Aufstieg angepeilt, mussten aber schnell erkennen, dass es am HV Chemnitz kein Vorbei gab. Wir haben in den entscheidenden Spielen zu schlecht gespielt und sind am Ende zu Recht nur Vierter geworden.

Mit einem Blick auf die Konkurrenz: Welche Mannschaften sehen Sie - neben Ihrer - im oberen Bereich der Tabelle?

So einfach lässt sich das nicht beantworten. Wir wissen nicht, wie Limbach-Oberfrohna als Verbandsligaabsteiger personell aufgestellt sein wird. Das trifft auch auf die beiden Aufsteiger VfL Waldheim II und HSG Muldental zu. Beim dritten Neuling HC Glauchau/Meerane II wissen wir aus einigen Trainingsspielen, dass die eine harte Konkurrenz werden. Ich sehe aber auch wieder Plauen-Oberlosa II und Chemie Zwickau ganz vorn. Generell ist meiner Meinung nach die Leistungsdichte der Liga sehr hoch.

Zudem warten ja auch wieder die Derbys gegen den HC Fraureuth ...

Keine Frage: Derbys sind immer etwas Besonderes. Hier will ich aber nicht nur Fraureuth sehen. Schließlich gibt es auch wieder die Spiele gegen Lichtenstein und Chemie Zwickau und in dieser Saison erstmals gegen Glauchau/Meerane, die ebenfalls einen Derbycharakter haben. Jedoch ist es nicht so, dass wir auf diese Spiele besonders brennen. Das gibt es nicht mehr. Wir müssen alle Aufgaben mit der gleichen Konzentration angehen.

Mit der ersten Bezirkspokal- runde gab es ja bereits das erste Pflichtspiel. Sind gegen Zwönitz die neuen Anforderungen um- gesetzt worden?

Das war ein typisches HSG-Spiel aus der vergangenen Saison. Phasen- weise haben wir ordentlichen Handball gespielt und uns eine deutliche Führung herausgeworfen. Am Ende kam dann wieder das Nerven- flattern, wodurch Zwönitz wieder herangekommen ist und uns bei- nahe noch überrascht hätte.


HSG tritt auswärts an

Die Handballdamen der HSG Langenhessen/Crimmitschau spielen am Sonntag zum Saisonauftakt auswärts gegen den SV Chemie Zwickau. Die Partie wird 14 Uhr in der Sporthalle Neuplanitz, Dortmunder Straße 7 a, angepfiffen.

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