Designierter Meister zu Gast

Drei Tischtennisspieler des SV Sachsenring stehen für das Heimspiel am Sonntag nicht zur Verfügung, weil sie in Thüringen an die Tische gehen. Doch das Trio flüchtet nicht vor der Mammutaufgabe in Liga 3 - vielmehr geht es für sie um Meisterehren.

Hohenstein-Ernstthal.

In der 3. Bundesliga haben die Tischtennisspieler vom SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal am Sonntag die "Übermannschaft" der Liga zu Gast. Denn das Team der Neckarsulmer Sport-Union führt die Tabelle mit 26:0 Punkten an - und auch das Spielverhältnis von 78:23 zeugt davon, dass es in fast allen Spielen ziemlich deutlich zuging. Das hat der SV Sachsenring, der mit 11:11 Punkten Fünfter ist, im Hinspiel zu spüren bekommen. Dort musste die Mannschaft von Teamchef Christian Hornbogen die bisher einzige 0:6-Niederlage hinnehmen. "Im zweiten Doppel wäre ein Sieg möglich gewesen, aber insgesamt war das schon eine sehr klare Sache", sagt Hornbogen.

Nun dürfte der SV Sachsenring auch in heimischer Halle eher chancenlos sein. "Wir werden in jedem Fall wieder hochklassige Matches erleben. Gleichzeitig wissen wir aber auch um die Stärke der Gäste und das Minimum unserer Chancen", schätzt Hornbogen die Ausgangslage gegen den Ligaprimus ein. Neckarsulm hat den direkten Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga bereits so gut wie sicher. Bei einer gleichzeitigen Niederlage des Zweitplatzierten TTC Wohlbach (17:7 Punkte) könnte dieser auch rechnerisch bereits am Sonntag auf dem Pfaffenberg unter Dach und Fach gebracht werden. "Im Vergleich zum Hinspiel wollen wir uns schon gern verbessern", sagt Christian Hornbogen. Ein oder zwei Spielerfolge wären positiv zu bewerten. Vor allem auch deshalb, weil die Hohenstein-Ernstthaler nicht in Bestbesetzung antreten können. Die Nachwuchstalente Nick Neumann-Manz, Johann Koschmieder und Karl Zimmermann spielen am Wochenenden bei den Mitteldeutschen Meisterschaften in Weißensee in Thüringen, wo sie die Chance haben, sich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren, die am 29. Februar und 1. März in Chemnitz stattfinden.

"Dass es zu dieser Terminüberschneidung kommen könnte, war im Vorfeld der Saison schon abzusehen", berichtet Abteilungsleiter Jens Möbius. Eine Spielverlegung der Partie gegen Neckarsulm war aber aus Termingründen kaum machbar. Dass die Priorität für die jungen sächsischen Spitzenspieler bei den Mitteldeutschen Meisterschaften liegt, wurde dennoch akzeptiert. Auch vor dem Hintergrund, dass selbst mit Bestbesetzung keine reelle Siegchance gegen Neckarsulm besteht. Im Pokal wurde zwar gegen die Baden-Württemberger gewonnen, doch da wurde in einem anderen Modus gespielt, der taktisch viel mehr zuließ und bei dem nur drei Punkte für den Einzug in die nächste Runde ausreichten.

Neben Miroslav Horejsi, Andrey Milovanov und Roland Krmaschek wird am Sonntag auch das weißrussische Linkshändertalent Pavel Daunarovich für den SV Sachsenring auflaufen. Der 19-Jährige, der zusammen mit Andrey Milovanov trainiert, gehört zum Kader der zweiten Sachsenring-Vertretung, die in der Mitteldeutschen Oberliga Tabellenführer ist. Hier konnte Daunarovich bisher alle seine Spiele gewinnen. "Wir sind gespannt, wie er zwei Ligen höher zurecht kommt", sagt Christian Hornbogen.

3. LigaSo., 15 Uhr: SV Sachsenring Hohenstein-Ernstthal - Neckarsulmer Sport-Union (Sporthalle auf dem Pfaffenberg)


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