Deutliche Niederlage vor der Relegation

Fußball-Oberliga: VfL 05 tritt Mittwoch wieder an

Hohenstein-Ernstthal.

Im letzten Oberliga-Süd-Punktspiel der Saison haben die Fußballer des VfL 05 Hohenstein-Ernstthal als Tabellenvorletzter beim Zweiten in Luckenwalde den erwartet schweren Stand gehabt. Am Ende setzte es eine 1:5 (1:2)-Niederlage. "Ich habe mich in der Saison über einige Klatschen geärgert, aber über diese nicht", sagte Teammanager Heiko Fröhlich nach der Partie, die sportlich ohne wirkliche Bedeutung war. Das Spiel fand drei Tage vor der Relegation statt, in der Hohenstein-Ernstthal noch eine Chance auf den Klassenerhalt hat.

Die Luckenwalder, die in der Saison lange Kopf an Kopf mit der BSG Chemie Leipzig um den Titel spielten, gingen durch Clemens Koplin (10.) früh in Führung. Die Hohenstein-Ernstthaler hielten dagegen und glichen in der 29. Minute durch Felix Kunert aus. Zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt in der Nachspielzeit der ersten Hälfte legte Luckenwalde durch Christian Flad erneut vor, was aufgrund eines vermeintlichen Fouls im Vorfeld aber nicht unumstritten war. Unmittelbar nach dem Seitenwechsel erhöhte der FSV durch Koplin (47.) auf 3:1. Damit war die Partie entschieden. Zehn Minuten vor dem Spielende erhöhte Luckenwalde den Druck noch einmal und traf durch Christian Flath, der zusammen mit Tommy Kind vom VfL Halle mit 24Treffern Torschützenkönig der Oberliga wurde, zum 4:1. Kurz danach erzielte Takahiro Tanio (84.) das 5:1. Unmittelbar vor dem Abpfiff hatten die Hohenstein-Ernstthaler noch die Chance, per Elfmeter ihr zweites Tor zu schießen. Doch der Strafstoß von Kai Enold wurde gehalten.

"So eine Niederlage vor den Relegationsspielen ist natürlich nicht gut, aber ich denke, das Spiel können alle einordnen", sagte Heiko Fröhlich, dem klar ist, dass sich die Aktiven in den Köpfen bereits ein Stück weit mit den nächsten Partien beschäftigt hatten. Schon vor dem Spiel in Luckenwalde war damit zu rechnen, dass der VfL in die Relegation muss. Gegner dort ist der FC Anker Wismar, der seit Samstag als Vorletzter der Oberliga-Nord feststeht.

Logistisch und sportlich ist die erste Partie eine Herausforderung für die Karl-May-Städter. Der VfL fährt bereits am Dienstagabend in Richtung Ostsee. Nach einer Nacht im Hotel gibt es am Mittwochvormittag eine kurze Trainingseinheit, anschließend ein gemeinsames Mittagessen sowie Physiotherapie und Ruhephasen. Das Spiel in Wismar wird 18.30 Uhr angepfiffen. Der international besetzte Gegner hatte in der Saison vor allem in der Offensive Probleme und erzielte in 30 Spielen nur 25 Tore. Das Rückspiel in Hohenstein-Ernstthal findet am kommenden Sonntag, 14 Uhr, statt. (mpf)

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