Die Eispiraten kommen nicht auf die Beine

Der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau konnte am Sonntag seine Niederlagenserie nicht stoppen. Die sportliche Leitung des Schlusslichts will trotzdem am Trainerduo festhalten.

Crimmitschau.

Obwohl die Eispiraten Crimmitschau in der Deutschen Eishockey Liga 2 am Wochenende keine Punkte eingefahren haben, dürfen Trainer Daniel Naud und Co-Trainer Fabian Dahlem im Kunsteisstadion im Sahnpark weitermachen. Die Entscheidung hat Gesellschafter Ronny Bauer verkündet. "Das Verhältnis zwischen Spielern und Trainern ist intakt. Ein Trainerwechsel würde aktuell nicht viel bringen", sagte Bauer am Sonntagabend kurz nach der 2:4 (0:3, 1:0, 1:1)-Niederlage gegen den ESV Kaufbeuren. Damit wartet Crimmitschau nun seit acht Partien auf ein Erfolgserlebnis.

Im ersten Drittel zappelte die Hartgummischeibe innerhalb von 14 Sekunden gleich zweimal im Eispiraten-Netz. Antti Keräla drückte das Spielgerät nach Zuspiel von Sami Blomqvist aus Nahdistanz über die Linie (5.). Branden Gracel erzielte wenig später - nach einem Fehler von Patrick Pohl - den zweiten Treffer (5.). Auch nach einer Auszeit, die Trainer Daniel Naud nach dem Doppelschlag zu einem frühen Zeitpunkt nahm, kam keine Struktur ins Eispiraten-Spiel. Für die Gäste traf Max Schmidle den Pfosten (10.) und erhöhte Branden Gracel in Unterzahl auf 3:0 (14.). Dabei machte Torhüter Mark Arnsperger, der den ersten Versuch nicht festhalten konnte, keine gute Figur. Crimmitschau konnte in dieser Phase des Spiels nur ganz wenige eigene Chancen kreieren. Die besten Möglichkeiten vergaben Patrick Pohl (11.) und Lukas Vantuch (11.).

Ausgeglichen verlief das zweite Drittel. Patrick Pohl (24.), Adrian Grygiel (29.) und Vincent Schlenker (34.) brachten aus guten Positionen die Scheibe nicht im ESV-Kasten unter. In der 37. Minute kam Crimmitschau dann aber doch zum 1:3-Anschlusstreffer: Nach einem Schuss von Hagen Kaisler, den Keeper Stefan Vajs nur prallen ließ, staubte Patrick Pohl ab. Auf der Gegenseite parierte Eispiraten-Schlussmann Mark Arnsperger mehrfach gut.

Im letzten Drittel bestimmten die Crimmitschauer vor 2391 Zuschauern - darunter 800 Schlachtenbummlern aus dem Allgäu - das Geschehen. Tomas Knotek (44.) nach Grygiel-Zuspiel und Vincent Schlenker (54.) mit einem Penalty konnten sich für den Aufwand nicht belohnen. Im doppelten Powerplay verkürzten die Eispiraten in der 58. Minute durch Ty Wishart zum 2:3. Sein Schuss war noch abgefälscht. In der Schlussphase setzte Crimmitschau alles auf eine Karte und brachte einen sechsten Feldspieler. Doch der erhoffte Ausgleich gelang nicht. Kaufbeurens Julian Eichinger schoss die Scheibe stattdessen zum Endstand in den leeren Kasten.

Die Hausherren mussten auf Verteidiger Ole Olleff (Infekt), der am Freitag bei der 2:5-Niederlage auswärts in Kaufbeuren noch zum Kader gehörte, verzichten. Dadurch standen fünf Abwehrspieler und zwölf Stürmer zur Verfügung.

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