Die Nummer 1 im Kreis: Reinsdorf-Vielau

Der Spitzenreiter der Fußball-Westsachsenliga hat nach einem 2:0-Erfolg in Wildenfels vorzeitig den Meistertitel gefeiert. Für den Trainer wurde es ein zweifelhaftes Vergnügen.

Wildenfels.

Am Anfang nahm er noch Reißaus, am Ende ließ er die Sektduschen seiner Spieler geduldig über sich ergehen. Trainer André Göbel ist am Sonntag nach dem Gewinn des Fußball-Kreismeistertitels mit der SpVgg Reinsdorf-Vielau ordentlich eingeseift worden. Die ausgelassene Freude seiner Jungs konnte der 40-Jährige durchaus nachvollziehen. "Die Anspannung war groß. Wenn du mit so einem klaren Vorsprung die Tabelle anführst, willst du das Ding natürlich auch irgendwann mal perfekt machen. Jetzt ist der Ballast abgefallen", sagte er.

Nachdem seine Elf den ersten Matchball vorige Woche beim 0:0 daheim gegen Mülsen St. Niclas noch vergeben hatte, brachten am 24. Spieltag in Wildenfels zwei Treffer von Top-Torjäger Marcel Lange die Entscheidung. "Die Nummer 1 im Kreis sind wir", ließ es die Mannschaft nach dem Abpfiff lautstark über den Platz schallen, während der Trainer analysierte. "Wir wollten hier mit einfachem Fußball zum Erfolg kommen. Das ist aufgegangen, auch wenn es für die Zuschauer vielleicht nicht so schön anzusehen war", erklärte André Göbel nach dem 16. Saisonsieg seiner Truppe, die sich aber erst in der Schlussphase ihrer Sache sicher sein konnte.

"Uns war klar, dass die Wildenfelser, für die es ja um den Klassenerhalt geht, alles rausholen werden. Am Ende haben wir uns den Sieg und auch den Titel in erster Linie mit unserer Teamleistung, Geschlossenheit und natürlich auch mit unserer Erfahrung gesichert", erklärte der Meistertrainer. Sein Wildenfelser Gegenüber Daniel Schneider haderte dagegen etwas mit dem Spielausgang. "Wir haben Reinsdorf-Vielau phasenweise ordentlich unter Druck gesetzt, aber es hat am Ende nicht gereicht. Trotzdem bin ich optimistisch, dass wir in der Liga bleiben. Wir haben gute Jungs drin, um in den zwei restlichen Spielen noch mal zu punkten."

Der frischgebackene Meister hat unter anderem aufgrund der Altersstruktur seiner Mannschaft und der für die Landesklasse nötigen Rahmenbedingungen den Verzicht aufs Aufstiegsrecht erklärt. Der Titel soll in 14 Tagen nach dem Heimspiel gegen Crossen mit Fans und Familie gefeiert werden. Und dann hat Reinsdorf-Vielau ja auch noch die Chance aufs Double... (mit hpat)

Tore: 0:1, 0:2 Lange (10., 73.). Schiedsrichter: Bartsch (Zwickau). Zuschauer: 100.


TSV fehlt am Ende die Kraft

TSV Crossen - SG Schönfels 1:4 (1:1). Ersatzgeschwächt ging Crossen in das Spiel gegen Schönfels. Drei Spieler aus der zweiten Mannschaft waren dabei, zudem musste der TSV zweimal verletzungsbedingt Wechseln (36., 46.). "Da fehlt dann hintenraus die Kraft", so TSV-Präsident Thomas Wunderlich. Daraus schlug Johann Rosin Profit, der das Ergebnis kurz vor Schluss mit einem Doppelpack auf 4:1 für Schönfels in die Höhe schraubte. Für Crossen traf Sebastian Krämer zum zwischenzeitlichen 1:1 (37.). (ewer)


Diskussionen vor dem Anpfiff

SV Mülsen St. Niclas - SV Blau-Gelb Mülsen 3:1 (2:0). Im Mülsener Ortsderby wurde schon vor dem Anpfiff diskutiert. Ein paar Spieler des St.-Niclas-Teams weilten am Wochenende zur Feier des 30. Geburtstags von Kapitän Pierre Hofmann auf Mallorca. Das Spiel hätten sie daher gerne verschoben und boten Ersatztermine an. "Da hätten dann aber von uns Spieler gefehlt" so Blau-Gelb-Präsident Silvio Peschel. Doch auch ohne den Kapitän behielt St. Niclas die Punkte. Stefan Kunz trug sich dabei gleich zweimal in die Torschützenliste ein. (ewer)

126


Planitz nutzt die Fehler

SG Friedrichsgrün - SV Planitz 2:4 (0:2). Die Gäste gingen nach einem schwachen Rückpass zum Torwart per fälligen Strafstoß in Führung und erhöhten per Kopfball auf 2:0. Friedrichsgrün kam durch Wolf zwar zum Anschluss, doch im Gegenzug nutzte der SV einen katastrophalen Fehler zum nächsten Treffer. Friedrichsgrün verkürzte aber erneut. Glatte umkurvte den Torwart und legte auf Göckeritz, der zum 2:3 traf. Die Hausherren machten auf und Planitz nutzte einen Konter zum Endstand. (mela)

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OSV bleibt oben dran

Oberlungwitzer SV - FSV Limbach-Oberfrohna 5:2 (1:0). Der OSV bleibt im Aufstiegsrennen. In der ersten Hälfte hatte das Team mit der Abwehr des FSV Probleme. Mit etwas Glück landete ein abgefälschter Schuss von Luca Winter im Tor (42.). In der zweiten Hälfte riskierten die Gäste mehr, was den Oberlungwitzern Räume gab. Sie bauten die Führung auf 4:0 aus (72.), ehe die Konzentration etwas nachließ. Stefan Rücker erzielte noch sein 18. Saisontor (82.). (mpf)


Traktor startet zu spät

Traktor Neukirchen - FC Sachsen Steinpleis-Werdau 1:4 (0:3). Bei fast hochsommerlichen Temperaturen spielte Traktor nahezu willenlos. "Wenn die Gäste nach 23Minuten schon mit drei Toren führen, ist das Spiel eigentlich gelaufen", so der Neukirchner Co-Trainer Alexander Popp. Die Ansprache in der Pause zeigte Wirkung. Maxim Schläger hatte das 2:3 auf dem Fuß, scheiterte aber am Gäste-Torwart. Stattdessen traf Richard Frühauf nach einem 50-Meter-Solo zum 4:1-Endstand. (rwa)


Frühe Führung ändert nichts

Meeraner SV II - TV Oberfrohna 1:5 (1:1). Trotz der Pleite gab es beim MSV II etwas zu feiern. Tom Viehweger erzielte an seinem 21.Geburtstag einen Treffer Marke "Tor des Monats", als er nahe der Mittellinie einen geklärten Ball über den Gäste-Torwart hinweg ins Netz hob. Dies änderte aber nichts an den Kräfteverhältnissen. "Der Gegner war eine Klasse besser", so MSV-Keeper Nico Wesser. Meerane sorgte bei dem Spiel auf ein Tor kaum für Entlastung, was Oberfrohna eiskalt ausnutzte. (ewer)

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