Die Nummer 3 in Deutschland

Zwickaus B-Juniorinnen haben sich beim DFB-Futsal-Cup mit namhaften Gegnern gemessen. Dabei konnten sie ihre eigenen Erwartungen übertreffen.

Wuppertal/Zwickau.

Das Teilnehmerfeld in Wuppertal hatte es in sich. Gleich fünf Mannschaften aus der B-Juniorinnen-Bundesliga nahmen an der Deutschen Hallenmeisterschaft, dem DFB-Futsal-Cup, teil. Mit dem 1. FC Köln und dem Hamburger SV waren Vereine dabei, die deutschlandweit bekannt sind. Mitgemischt im Konzert der Großen haben auch die Nachwuchsspielerinnen des DFC Westsachsen Zwickau aus der Landesliga - und präsentierten sich dabei auf Augenhöhe. Als amtierende Hallenmeisterinnen des nordostdeutschen Fußballverbandes fuhren sie bei den nationalen Titelkämpfen die Bronzemedaille ein.

Mit dem Edelmetall übertrafen die Zwickauerinnen sogar ihre eigenen Erwartungen - obwohl diese durchaus ambitioniert waren. "Natürlich ist man bei einem so großen Turnier etwas aufgeregt, aber wir haben uns als Mannschaft das Ziel Halbfinale gesetzt", sagte DFC-Trainer Bernd Wutzler. Der Medaillengewinn im Spiel um Platz 3 gegen den Bundesligisten aus Saarbrücken war dann aber keine Selbstverständlichkeit. "Saarbrücken war über das Turnier sehr stark, aber wir haben unser bestes Spiel abgeliefert und verdient gewonnen", so Wutzler. Mit 3:0 setzten sich die Zwickauerinnen durch.

Nach temporeicher und kampfbetonter Anfangsphase sorgte Luisa Klein für die DFC-Führung. Während der Gegner immer offensiver wurde und auf einen Treffer drängte, verhinderte Torfrau Noa Stöhr durch gutes Stellungsspiel und Paraden den Ausgleich. Knapp fünf Minuten vor Abpfiff erhöhte Luisa Klein die Führung auf 2:0, ehe Daniela Mittag zum Endstand traf.

Im Halbfinale scheitert der DFC an den späteren Turniersiegerinnen des Hamburger SV. "Das Team des HSV war mit Abstand die stärkste Mannschaft im Turnier", sagte Wutzler. "Wir wussten was auf uns zukommt und haben natürlich alles versucht." Die Hamburgerinnen glänzten mit spielerischer Klasse, hohem Tempo und enormer Ballsicherheit und gingen bereits nach fünf Minuten mit 3:0 in Führung. Trotz der am Ende deutlichen 0:6-Niederlage sank das Selbstvertrauen der Zwickauerinnen nicht in den Keller. Immerhin legten sie in den Spiel trotzdem noch die Grundlage für den Medaillengewinn. "Ab dem 0:3 haben wir die Priorität schon auf den dritten Platz gelegt und Kräfte geschont", erklärte Übungsleiter Wutzler. So kamen auch DFC-Spielerinnen zum Einsatz, die bis dahin erst wenige Minuten auf dem Feld gestanden hatten.

Für die K.o.-Spiele qualifizierten sich die Zwickauerinnen durch gute Auftritte in der Vorrunde. In der GruppeB feierten sie einen 1:0-Sieg über den SSV Rahde sowie einen 2:0-Erfolg gegen den Harburger TB. Lediglich im ersten Gruppenspiel gegen den späteren Turnierzweiten FC Speyer gab es eine 0:3-Niederlage. "Das erste Spiel in einem so großen Turnier ist immer schwierig" ,sagte Wutzler. "Es stand lange Zeit 0:1 bis wir zum Ende aufgemacht haben um auszugleichen. Da bekamen wir direkt zwei Kontertore."

Aufgebot DFC: Noa Sophie Stöhr, Kristin Richter, Jessica Hover, Daniela Mittag, Luisa Klein, Samantha-Josephine Ott, Sophie Prochnow, Helena Weller, Janina Jäger, Anna Gollner, Emily Fritsch, Marie John.

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