Drei Jahre Eispiraten: "Schöne und wichtige Zeit"

Christoph Kabitzky über seine Rolle in Crimmitschau, die Gründe für den Wechsel nach Selb und über seinen hohen Eisbeutel-Verbrauch

Crimmitschau.

Christoph Kabitzky hat sich vom Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau verabschiedet. Der Offensivmann spielt in der neuen Saison für den Süd-Oberligisten Selber Wölfe. Holger Frenzel sprach mit dem 24-Jährigen über die besonderen Momente in Westsachsen, den hohen Eisbeutel-Verbrauch und die Gründe für den Wechsel.

Freie Presse: Sie haben mehr als drei Jahre das Trikot der Eispiraten Crimmitschau getragen. Was bleibt von der Zeit hängen?

Christoph Kabitzky: Das war eine wichtige und schöne Zeit in meinem Leben. Ich konnte reifen, konnte mich sportlich weiterentwickeln und ich habe Freunde gefunden. Viele Momente bleiben hängen - mit den Teamkollegen und mit den Fans. Mit dem Einzug ins Viertelfinale der Play-offs haben wir zuletzt auch zweimal in Folge sportlich unsere Aufgabe erfüllt.

Welche Reaktionen hat die Mitteilung, dass sie von Crimmitschau nach Selb wechseln, ausgelöst?

Sie waren unterschiedlich. Ein Teil der Fans war traurig, dass ich die Eispiraten verlassen. Damit hatten sie offenbar nicht gerechnet. Die bisherigen Teamkollegen haben mir zur Vertragsunterschrift gratuliert und mir viel Glück in Selb gewünscht.

Die Entscheidung ist im Februar nach einem Gespräch mit Geschäftsführer Jörg Buschmann und Gesellschafter Ronny Bauer gefallen. Wie lief die Debatte?

Ich habe meine Vorstellungen geäußert, gern eine andere Rolle in einem Eishockey-Team einnehmen zu wollen. Das heißt: Ich will mich weiterentwickeln. Dafür brauche ich mehr Eiszeit, auch Spielanteile im Powerplay. Diese Dinge waren in Crimmitschau nicht in Sicht. Deshalb sind wir gemeinsam zum Entschluss gekommen, dass mir eine Luftveränderung vielleicht gut tun wird.

Sie wurden in den letzten Jahren immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Passt die Bezeichnung als Pechvogel?

Zumindest manchmal. Das trifft beim Bruch der Augenhöhle zu Beginn der Saison 2016/17 zu, als ich im Training vom Schläger eines Mitspielers im Gesicht getroffen wurde. Andere Verletzungen waren auch auf meine Spielweise zurückzuführen. Ich gebe immer alles fürs Team, werfe mich in die Schüsse und brauche deshalb auch mehr Eisbeutel als die Kollegen. Das ist aber mein Job.

Warum haben Sie sich für den Wechsel nach Selb entschieden?

Ich habe bei Wölfe-Trainer Henry Thom gespürt, dass er mich unbedingt haben möchte. Das imponierte mir sehr. Ich freue mich auf die neue Herausforderung und will mir mehr Eiszeit und Einsätze im Powerplay erarbeiten. Außerdem liegt Selb zwischen Nürnberg, wo meine Familie zuhause ist, und Crimmitschau, wo ich lange gespielt habe.

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