Dresden stoppt die Eispiraten

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Die Siegesserie des Eis- hockey-Zweitligisten aus Crimmitschau ist ausgerechnet im Sachsenderby gerissen. Dabei hatten die Eislöwen im Sahnpark ewig nicht gewonnen.

Crimmitschau.

Es hat nicht sollen sein: Nach zuvor acht Siegen in Folge sind die Eispiraten Crimmitschau in der Deutschen Eishockey Liga 2 am Sonntag erstmals wieder als Verlierer vom Eis gegangen. Gegen die Dresdner Eislöwen hieß es am Ende 2:4 (0:1; 0:2; 2:1). "Wir haben bei den Gegentoren zu einfache Fehler gemacht. Trotzdem muss ich meiner Mannschaft gratulieren, welchen Kampfgeist sie gezeigt hat", sagte Eispiraten-Trainer Mario Richer.

Die Entscheidung fiel tatsächlich erst Sekunden vor Schluss, als Ex-Eispirat Jordan Knackstedt den Puck im leeren Tor unterbrachte. Zu dem Zeitpunkt spielte Crimmitschau ohne Torwart, um die Partie doch noch kippen zu können. Carl Hudson hatte sein Team mit dem Treffer zum 1:3 im Powerplay (49.) wieder zurück ins Spiel gebracht. Als kurz darauf Travis Ewanyk den Puck über die Linie stocherte und das 2:3 nach Videobeweis auch anerkannt wurde (53.), kam noch einmal Spannung und Hoffnung auf. Doch letztlich blieb es beim ersten Dresdner Sieg in Crimmitschau seit 2015.

Die 1:0-Führung der Gäste nach dem ersten Drittel war nicht unverdient. Zwar erspielten sich auch die Eispiraten Chancen, doch mehr Druck machten die Eislöwen. Beim Treffer von Roope Ranta (17.) passte die Abstimmung in der Eispiraten-Abwehr nicht. Im zweiten Drittel schlugen die Gäste dann ausgerechnet in einer Phase zu, in der die Crimmitschauer bei Gelegenheiten von Patrick Pohl, Carl Hudson und Mario Scalzo dem Ausgleich nahe schienen. Erneut war Roope Ranta der Torschütze (32.). Als die Eispiraten in der Folge ein Überzahlspiel nicht nutzen konnten und Thomas Supis sogar das 3:0 für Dresden nachlegte (40.), war die erste Niederlage seit Ende Januar absehbar.

Am Freitagabend hatte Petr Pohl den Eispiraten Crimmitschau den achten Sieg in Serie gesichert. Sein erfolgreicher Sturmlauf in der dritten Minute der Verlängerung brachte das 3:2 (0:0, 2:1, 0:1/1:0) im Topspiel bei den Ravensburg Tower-stars. Dabei hatten die Westsachsen trotz der langen Anreise den besseren Start erwischt, ohne dass sich das zunächst in Toren ausdrückte.

Auch der Rückstand durch Mathieu Pompei (28.) brachte das Team nicht aus dem Konzept. Zuerst war es der in die erste Sturmreihe beorderte Mario Scalzo, der im Powerplay aus spitzem Winkel zum 1:1 traf (32.). Dann brachte Niklas Heyer die Eispiraten mit seinem ersten Tor in Führung (35.). Das vermeintliche 3:1 durch Patrick Pohl wurde nach Videobeweis nicht anerkannt, da es kurz nach der Pausensirene fiel.

So musste das Team nach dem zweiten Tor von Mathieu Pompei (53.) in die Verlängerung, hatte aber da das bessere Ende für sich. "Wir haben gut in unserem System gearbeitet und bis auf ein paar Konter nicht viele Chancen für den Gegner zugelassen", sagte Mario Richer. (tyg)

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