Ehrgeiz macht den Unterschied aus

Claudia Einenkel vom HC Glauchau/Meerane führt zum wiederholten Male die Torjägerliste in der Handball-Verbandsliga an. Ihr Erfolg ist alles andere als Zufall.

Glauchau/Meerane.

Als Claudia Einenkel im Alter von zehn Jahren mit dem Handball anfing, war ihre Aufgabe noch das Tore verhindern. Heute, 24 Jahre später, steht die Rückraumspielerin des Handballclubs aus Glauchau/Meerane erneut an der Spitze der Torjägerliste in der Verbandsliga. "Ich bin durch damalige Schulkameradinnen zum Handball gekommen. Bei Nickelhütte Aue stand ich noch im Tor, weil es mir Spaß gemacht hat. Erst in der B-Jugend bin ich dann ins Feld gewechselt und habe mich nicht ganz so doof angestellt", erklärt die gebürtige Erzgebirgerin lachend. Auch heute stellt sie sich bei Freizeitturnieren gern noch selbst zwischen die Pfosten, wie die Nummer 14 des HC berichtet.

Im Sommer 2014 wechselte sie aus Aue nach Westsachsen, wo ihr in der zweiten Saison beim HC der Aufstieg in die Sachsenliga gelang. In den zwei Jahren in der höchsten Klasse des Freistaates schaffte Claudia Einenkel auf Anhieb den Sprung auf Platz 2 und 4 der Torjägerliste und erzielte knapp ein Drittel aller Tore der Westsächsinnen. In der vergangenen Spielzeit setzte sie sich mit 188 Toren (8,55 Treffern pro Spiel) deutlich an der Spitze der Verbandsliga fest. In der aktuellen Saison könnte Einenkel den Schnitt sogar noch toppen. In zehn Spielen hat sie bereits 87 Mal für den HC genetzt. "Auch in der Jugend bei Aue war ich vorn dabei, aber jetzt in einer deutlich höheren Klasse freut es mich natürlich umso mehr. Ich würde meinen Titel gern verteidigen", sagt Claudia Einenkel.

Ihr Erfolg sei jedoch nicht allein ihr Verdienst, wie sie selbst sagt: "Dass ich da oben stehe, habe ich auch meinen Mädels zu verdanken. Ohne die ganzen Siebenmeter, die sie rausholen, wäre das nicht möglich. Das ist ein Mannschaftserfolg." Mit 54 Siebenmeter-Toren und einer Trefferquote von überragenden 90Prozent von der Linie steht sie in dieser Statistik ebenso ganz vorn.

Ihr Trainer Björn Fröhlich macht besonders eine Stärke der Rückraumspielerin als entscheidenden Faktor für den Erfolg aus. "Sie hat den Ehrgeiz in die Wiege gelegt bekommen. Bei ihr steht der Handball im Vordergrund und sie ist enorm trainingsfleißig", so Fröhlich. "Auf jeden Fall. Wenn ich was mache, dann richtig", bestätigt Einenkel selbst. "Aber sie hat auch oft den Blick für den richtigen Moment zum Werfen und spielt sehr mannschaftsdienlich. Die Tore allein machen es jedoch nicht aus. Sie ist auch als Person wichtig für uns", fügt ihr Trainer hinzu.

Ans Aufhören denkt die 34-Jährige aktuell noch nicht, wie sie erklärt: "Solang mein Körper noch mitmacht und ich mich weiterhin so wohlfühle wie jetzt in Glauchau, mache ich nächste Saison weiter."


HC gastiert in Waldheim

Die Verbandsliga-Mannschaften desHC Glauchau/Meerane starten am Wochenende in die Rückrunde. Zum 12.Spieltag gastieren die Frauen am Samstag, 15 Uhr beim Tabellenletzten VfL Waldheim. Die Handballerinnen vom HC stehen mit 13:7 Punkten und einem Spiel weniger aktuell auf Rang4 der Verbandsliga West. Das Hinspiel in Meerane ging deutlich mit 24:7 an die Gastgeberinnen. Die Partie der Männer-Reserve des HC Glauchau/Meerane bei den Waldheimern wird um 17 Uhr angepfiffen. Im Hinspiel (34:33) auf dem heimischen Parkett gewann die zweite Mannschaft des HC ein Herzschlagfinale mit einem Tor vom Tim Esche in allerletzter Sekunde. Aktuell stehen die Westsachsen mit 8:14 Zählern auf Tabellenplatz 10 der Staffel West. (pme)

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