Ehrgeiz und Spaß wieder gut kombiniert

66 Teilnehmer hat die SG Friedrichsgrün zu ihrem 35. Paarturnen begrüßt. Der sportliche Erfolg ist auch vom Zufall abhängig - was genau so gewollt ist.

Friedrichsgrün.

Die perfekte Konstellation hatte sich schon vor der Auslosung der Partner gefunden. Denn das traditionelle Paarturnen der Sportgemeinschaft Friedrichsgrün ist seit 1984 eine gute Kombination aus Ehrgeiz und Freude. Auch bei der 35. Auflage am Samstag stand neben einer guten Platzierung für die meisten der 66 Teilnehmer der Spaß am Sport im Vordergrund.

Der sportliche Erfolg bei der Veranstaltung hängt neben der eigenen Leistung auch vom Zufall ab. Die Paare - jeweils eine Turnerin und ein Turner - wurden vor dem Start ausgelost. So hatten selbst hochkarätige Sportler keine Garantie, am Ende auf dem Podest zu stehen. Für Jörg Lahn, bei dem auch in diesem Jahr wieder die Fäden der Veranstaltung zusammenliefen, ist dies sogar ein Vorteil. "Es ist beim Paarturnen wesentlich wichtiger, dass die Sportler einmal wirklich unbelastet und frei von Wettbewerbsdruck turnen können und gleichzeitig auch noch das Gemeinschaftsgefühl gestärkt wird", so Lahn.

Nicht ohne Stolz berichtete der 41-Jährige, dass es sein Vater Frank war, der diesen speziellen Wettkampf aus der Taufe gehoben hat. "Da die ursprüngliche Idee dazu aus den USA kam, hat anfänglich wohl niemand wirklich damit gerechnet, dass das Ganze bei uns so eine erfolgreiche Entwicklung nehmen würde" sagte der Cheforganisator. Seit Jahren gilt eine Obergrenze von 36 Paaren. Mehr gibt die Größe der Halle in Friedrichsgrün einfach nicht her. Ein Versuch, die Teilnehmerzahl auf 40 Paare zu erhöhen, endete mit der Erkenntnis, dass selbst diese relativ geringfügige Aufstockung ausreichte, den zeitlichen Rahmen zu sprengen.

Bedingt durch Urlaub sowie verletzungsbedingte Ausfälle konnte die SG Friedrichsgrün in diesem Jahr lediglich drei junge Frauen ins Rennen schicken. Eine von ihnen war die 14-jährige Milena Küntzel. "Ich bin das zweite Mal mit dabei. Es ist ein absolut tolles Event, weil die ganze Atmosphäre viel lockerer ist, als bei einem offiziellen Wettkampf. Das macht einfach riesigen Spaß", sagte sie. Ähnlich sah es ihr Turnpartner auf Zeit, der 30 Jahre alte Martin Hering vom SV Pesterwitz: "Ich habe nicht gezählt, aber acht oder neun Mal bin ich bestimmt schon mit von der Partie gewesen." Einerseits gefalle ihm der sportliche Vergleich in der ungewöhnlichen Paar-Konstellation, "auf der anderen Seite finde ich auch die Abendveranstaltung super, die traditionell Faschingscharakter trägt". Am Ende landete das Turner-Duo auf Rang 26. Aber wie Jörg Lahn bereits erwähnte, war die Platzierung für die meisten Teilnehmer am Paarturnen ohnehin eher von untergeordneter Bedeutung.

Ergebnisse 35. Paarturnen der SG Friedrichsgrün: : 1. Klaus Kirchberger (KTV Chemnitz/Christin Wohlrabe (TSV Meißen), 2. Jakob Sitter (Felsenkeller Dresden)/Anneliese Seidel (TV 1840 Falkenstein), 3. Lukas Claus/Sarah Dittmann (beide TuS Weinböhla).

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