Ein Ex-Eispirat entscheidet Spiel in der Verlängerung

Der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau hat am Wochenende nur einen Zähler geholt. Wo drückt momentan der Schuh bei den Westsachsen?

Deggendorf.

Die Verantwortlichen des Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau hadern nach der 5:6 (1:2, 2:1, 2:2, 0:1)-Niederlage nach Verlängerung auswärts beim Deggendorfer SC mit den Referees. Der Grund: In der 63. Minute, als beide Mannschaften nur mit drei Feldspielern auf dem Eis standen, wurde Carl Hudson im gegnerischen Drittel von den Beinen geholt. Der Pfiff der Unparteiischen blieb aus. Deggendorf startete einen Konter. Alex Roach, der in der vergangenen Saison bei einem Kurz-Intermezzo noch acht Partien im Eispiraten-Trikot absolvierte, drückte die Hartgummischeibe über die Linie.

"Vor dem Tor gab es ein klares Foulspiel", ärgerte sich Eispiraten-Trainer Kim Collins, der allerdings auch einen taktischen Fehler bei seinem Stürmer Patrick Klöpper ausgemacht hat: "Er muss in dem Moment, wenn Carl Hudson nach vorn geht, hinten absichern. Dann lässt sich der Konter verhindern."

Die 1895 Zuschauer - darunter befanden sich auch rund 100 Fans aus Crimmitschau - haben eine torreiche Partie gesehen. Für die Gäste aus Westsachsen waren Carl Hudson (2), Rob Flick, Patch Alber und Dominic Walsh erfolgreich. Drei der fünf Treffer fielen im Powerplay. "In anderen Phasen haben wir die Scheibe zu selten gefährlich vor den gegnerischen Kasten gebracht", sagte Kim Collins, für den die Partie in Niederbayern etwas Besonderes war. Der Deutsch-Kanadier hat von 1996 bis 1998 sowie von 2011 bis 2012 als Trainer in Deggendorf gearbeitet. Seine Frau Petra sitzt im Vorstand, Stiefsohn Nico Wolfgram gehört zum Kader. Er kam am Sonntag aber nicht zum Einsatz. "Deggendorf ist vor allem in der Offensive gut besetzt", sagte Kim Collins.

Der 56-Jährige muss sein Team, welches momentan den zehnten Platz in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) einnimmt, nun auf die nächsten Aufgaben vorbereiten: Am Freitag geht's zum Sachsenderby bei den Eislöwen Dresden, am Sonntag kommen die Kassel Huskies in das Kunsteisstadion im Sahnpark. Auf Umstellungen in der Offensive will Kim Collins - trotz der mageren Ausbeute am Wochenende - verzichten. "So viele Möglichkeiten, um etwas zu verändern, haben wir nicht", sagt der Übungsleiter, der vorerst auch nicht auf den als Torjäger eingeplanten Tomas Kubalik zurückgreifen kann. Der Tscheche laboriert an einer Wadenverletzung. Er wird laut Collins in den nächsten drei Wochen nicht auflaufen können.

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