Ein Routinier als Königstransfer

Nach einer einjährigen Pause tritt Sebastian Vogel aus Waldenburg künftig wieder in der Bundesliga in die Pedale. Eine Führungsposition soll er bei dem jungen Team aus Hainichen nicht nur auf der Strecke einnehmen.

Remse.

Das Prädikat wird einem nicht alle Tage verliehen. Königstransfer, so bezeichnet das Bundesliga-Radteam Berthold aus Hainichen den Waldenburger Sebastian Vogel. Der 30-Jährige, der beim SV Remse Mitglied ist, kann damit gut leben: "Das ist schon okay durch die Erfolge, die ich in den letzten Jahren hatte."

Und die können sich sehen lassen. Bereits 2011 fuhr er als Einzelstarter seine ersten Bundesliga-Rennen. 2016 erklomm Sebastian Vogel bei den Deutschen Meisterschaften im Bergfahren in seiner Heimatstadt den neunten Rang, ein Jahr darauf folgte sein Debüt in der Bundesliga-Mannschaft "Team Triebwerk" aus Gera. Platz 15 unter 189 Fahrern wurde es in der Einzelwertung für den Waldenburger. 2018 belegte er Rang 47 von 190 Teilnehmern. Trotz der guten Ergebnisse legte er 2019 eine Pause von der Bundesliga ein.

"Ich wollte mich einfach auf mein Studium konzentrieren. Da wäre der Reisestress zu viel gewesen", erklärt Vogel. Der Verzicht sollte sich lohnen, immerhin schloss er sein Maschinenbau-Studium erfolgreich ab. Und sportlich hatte das vergangene Jahr auch ohne Bundesliga durchaus Höhepunkte zu bieten. Besonders stach dabei die Teilnahme an den Deutschen Straßenmeisterschaften am Sachsenring hervor, die Vogel zusammen mit seinem Remse-Vereinskameraden Thomas Riedel am 30. Juni in Angriff nahm. Aufgrund strenger Karenzzeiten schieden beide vor dem Ende aus, durften sich am Badberg aber zumindest über eine großartige Atmosphäre freuen.

Nach der Auszeit steigt Sebastian Vogel in diesem Jahr wieder in der Bundesliga in den Sattel. Die Kontaktaufnahme ging dabei von seinem neuen Team aus. "Ich kenne Sebastian schon länger und beobachte ihn seit einer Weile. Vor zwei Jahren wären wir wohl nicht seine erste Adresse gewesen, aber wir haben die Gunst der Stunde genutzt", sagt Teamchef Achim Berthold. Über seinen Fahrer Robert Walther fühlte Berthold bei Sebastian Vogel vor. "Er ist einer der stärksten Fahrer in Sachsen und wird sich mit Robert gut ergänzen", sagt Berthold. Bei regionalen Rennen hofft der Teamchef auf ein paar Siege, "und in der Bundesliga ist Sebastian ein sicherer Kandidat, um ins Ziel zu kommen und weiter oben zu landen."

In dem Team, das in die zweite Bundesliga-Saison startet, soll der Routinier aber nicht nur vorne weg fahren. "Ich bin auch dafür da, den jüngeren Athleten etwas beizubringen. Zum einen trainingstechnisch, aber ebenso, um das Teamgefüge zu strukturieren", sagt Sebastian Vogel. In der Debüt-Saison landete das Radteam Berthold auf Platz 14 unter 25Mannschaften.

Die Vorbereitungen auf die neue Saison laufen bereits. Zur Zeit trainiert Sebastian Vogel noch für sich allein. "Ab Ende Februar, Anfang März werden wir uns dann zusammen als Team vorbereiten", sagt Vogel. Die Bundesliga-Saison der Männer startet am 5. April in Düren (Nordrhein-Westfalen) und endet am 20. September im Sauerland.

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