Eispiraten bessern Heimbilanz auf

Der Crimmitschauer Eishockey-Zweitligist ist am Sonntag zum ersten Mal nach der Länderspielpause leer ausgegangen. Dafür sammelte das Team in den vergangenen drei Heimspielen sieben Punkte.

Crimmitschau.

Mit einer Nullnummer sind am Sonntag die Eispiraten Crimmitschau in den Dezember gestartet. Bei den Bietigheim Steelers zog die Mannschaft 0:4 (0:2, 0:1, 0:1) den Kürzeren und rutschte in der Tabelle der Deutschen Eishockey-Liga II hinter die Dresdner Eislöwen auf Platz 12. Crimmitschau versäumte es besonders im ersten Drittel, aus den vielen sich bietenden Chancen Kapital zu schlagen. Nach dem dritten Gegentreffer (28.) hatten die Hausherren alles im Griff.

Dagegen konnten die Eispiraten am Freitag im eigenen Stadion gegen den bisherigen Tabellennachbarn ESV Kaufbeuren die nächsten Punkte sammeln. Nach einem starken Endspurt im dritten Spielabschnitt und dem nötigen Glück im Penaltyschießen siegten die Crimmitschauer 4:3 (0:1, 1:1, 2:1/1:0), woran nach den ersten 35 Minuten nur die wenigsten der 1581 Zuschauer geglaubt hatten. "Kaufbeuren war in den ersten beiden Dritteln viel besser als wir und hat verdient geführt", meinte Eispiraten-Trainer Danny Naud, der am Ende trotzdem recht zufrieden war.

Die Führung der Gäste aus dem Allgäu fiel in der sechsten Minute durch Alexander Thiel praktisch aus dem Nichts. Kurz darauf hätten die Eispiraten bereits ausgleichen können, als Patrick Pohl, Vincent Schlenker und David Kuchejda die Kaufbeurer Defensive einschließlich Torhüter Jan Dalgic schwindlig spielten. Aber die Stürmer trafen selbst das leere Gehäuse nicht. So ging Kaufbeuren mit der knappen Führung in die Pause.

Die Gäste bestimmten auch im zweiten Drittel über weite Strecken das Spiel. David Oppolzer hatte in der 23. Minute das 2:0 für seine Mannschaft auf dem Schläger, verzog aber. In der 31. Minute machte es Max Schmidle in Überzahl für die Allgäuer besser. Da die Gastgeber im Powerplay dagegen weiterhin zu harmlos agierten, waren von den Rängen die Pfiffe der Fans nicht zu überhören. Eher überraschend erzielte Adrian Grygiel in der 36. Minute den Anschlusstreffer, nachdem der Kapitän von Ty Wishart und Dominic Walsh mustergültig freigespielt wurde. "Wir hatten Glück, dass Kaufbeuren nicht noch den dritten Treffer erzielt hatte. Ein 0:3 hätten wir heute sicher nicht aufgeholt", meinte Danny Naud.

So aber konnten die Eispiraten das Ergebnis in den ersten drei Minuten des dritten Abschnittes binnen 73 Sekunden drehen. Erst hämmerte Vincent Schlenker die Scheibe nach einem von Patrick Pohl gewonnenen Bully von rechts in die Maschen (42.), dann traf Christoph Körner (43.). Neun Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit zimmerte Mitch Wahl den Puck an die Lattenunterkante. Der Videobeweis ergab "kein Treffer". Dafür zappelte das Streitobjekt anderthalb Minuten später im Kasten der Eispiraten. In Überzahl erzielte Sami Blomqvist den 3:3-Ausgleich, an dem sich bis zur 60. Minute und auch in der Verlängerung nichts ändern sollte.

Die Entscheidung im Penaltyschießen zugunsten der Eispiraten besorgte Mitch Wahl. Zuvor hatten für die Crimmitschauer Alex Wideman und für Kaufbeuren Branden Gracel getroffen.

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