Eispiraten bleiben auf Play-off-Kurs

Schon gehört?
Sie können sich Ihre Nachrichten jetzt auch vorlesen lassen. Klicken Sie dazu einfach auf das Play-Symbol in einem beliebigen Artikel oder fügen Sie den Beitrag über das Plus-Symbol Ihrer persönlichen Wiedergabeliste hinzu und hören Sie ihn später an.
Artikel anhören:

Der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau hat am Sonntag die Tölzer Löwen besiegt. Timo Gams sorgte dabei für den Höhepunkt.

Crimmitschau.

Mit einem ganz starken Auftritt im zweiten Drittel haben die Eispiraten Crimmitschau die Weichen zum 17. Saisonsieg gestellt. Die Crimmitschauer gewannen am Sonntagabend gegen die Tölzer Löwen mit 4:2 (0:1, 3:0, 1:1) und bleiben damit in der Deutschen Eishockey-Liga 2 (DEL 2) auf Play-off-Kurs. Besonders auffällig agierte die Reihe mit Travis Ewanyk, Petr Pohl und Timo Gams. Sie war an drei der vier Treffer beteiligt.

Der Tabellenzweite aus Bad Tölz ging in der 13. Minute in Führung, als Oliver Ott eine Eingabe von Philipp Schlager abfälschen konnte. Die Eispiraten-Reihe um Patrick Pohl vernachlässigte vor dem Gegentor ihre Defensivaufgaben. Bei weiteren Chancen verfehlten die optisch übergelegenen Bayern das Ziel - durch Markus Eberhardt (10.) und Kenney Morrison (17.). Crimmitschau blieb in der Offensive blass. Die einzigen Möglichkeiten für die Hausherren vergaben Mathieu Lemay (8.) und Mario Scalzo (20.).

Im zweiten Drittel erreichte der Eispiraten-Motor - trotz der klirrenden Kälte im Kunsteisstadion im Sahnpark - endlich Betriebstemperatur. Die Westsachsen versenkten die Hartgummischeibe dreimal innerhalb von zehn Minuten im Löwen-Gehäuse. Timo Gams erzielte in der 27. Minute mit einem spektakulären Treffer der Ausgleich. Der Stürmer traf mit dem Rücken zum Tor und im Fallen mit der Rückhand. In Unterzahl brachte Mathieu Lemay sein Team in der 31. Minute mit 2:1 in Führung. Der Topscorer, der hinter dem Tor stand, schoss den Puck an den Rücken von Torhüter Maximilian Franzreb, der ihn in den eigenen Kasten beförderte. Mit ganz viel Wut im Bauch erhöhte Petr Pohl in der 36. Minute auf 3:1. Der Deutsch-Tscheche war im Powerplay mit einem Schuss von der blauen Linie erfolgreich. Kurz zuvor musste er nach einem Foul mit einer blutenden Wunde im Gesicht auf der Bank behandelt werden. Die besten Chancen der Gäste vereitelte Torhüter Michael Bitzer, der in der 33. Minute zweimal spektakulär gegen Reid Gardiner klären konnte.

Im letzten Drittels konnten die nur mit 13 Feldspielern angereisten Tölzer Löwen durch Marco Pfleger zum 2:3 verkürzen (42.). Doch Timo Gams stellte mit dem Tor zum 4:2 schnell den alten Abstand wieder her (43.).

Mit einer 4:5 (1:0, 1:2, 2:3)-Niederlage kehrten die Eispiraten dagegen am Freitag aus dem Allgäu zurück. Damit warten sie nun schon seit mehr als fünf Jahren auf ein Erfolgserlebnis in einer Auswärtspartie beim ESV Kaufbeuren. Die Crimmitschauer erwischten einen optimalen Start und lagen nach Treffern von Dominic Walsh (9.) und Mathieu Lemay (25.) mit 2:0 in Führung. Zum Knackpunkt der Partie entwickelte sich die 27. Minute: Im eigenen Powerplay kassierten die Eispiraten ein Gegentor. Zuvor verlor Abwehr-Routinier Mario Scalzo die Scheibe in einem Zweikampf an der Bande. "Das war ein Schlüsselerlebnis", so Trainer Mario Richer. Er kritisierte, dass seine Schützlinge nach dem guten Start die Scheibe nicht mehr so oft in die gefährliche Zone bringen konnten. Den Eispiraten gelang durch die Tore von Lemay zum 3:3 (44.) und Lukas Vantuch zum 4:5 (56.) nur noch Ergebniskosmetik.

Das könnte Sie auch interessieren

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.