Eispiraten erleiden im Allgäu ein Debakel

Eishockey: Crimmitschau kassiert in Kaufbeuren deutliche 1:9-Niederlage

Kaufbeuren.

Eine indiskutable Leistung haben die Eispiraten Crimmitschau am Sonntag auswärts im Allgäu gezeigt. Sie kassierten in der DEL 2 beim ESV Kaufbeuren eine 1:9 (0:2, 1:4, 0:3)-Niederlage. Das war die höchste Pleite in der laufenden Saison für die Westsachsen.

"Im ersten Drittel saßen wir noch im Bus. Wir waren mit dem 0:2-Rückstand gut bedient", ging Trainer Kim Collins mit seinen Schützlingen hart ins Gericht. Lewis brachte den ESV freistehend in Führung. Gracel erhöhte mit einem 2:1-Konter. Den Ehrentreffer erzielte Patrick McNally, der zu Beginn des zweiten Drittels mit einem Schuss von der blauen Linie zum 1:2 verkürzte. Durch individuelle Fehler gerieten die Eispiraten endgültig auf die Verliererstraße: Tobias Kircher leitete mit einem Fehlpass im eigenen Drittel den dritten ESV-Treffer durch Jere Laaksonen ein. Beim 4:1 für Kaufbeuren fiel die abgefälschte Scheibe hinter dem Rücken von Torhüter Sebastian Albrecht ins Tor. "Danach war die Luft raus", sagte Kim Collins.

Die Gäste zeigten kaum noch Gegenwehr und ergaben sich vor den 2241 Zuschauern ihrem Schicksal. Laaksonen (34.), Thomas (38.), Saarinen (52.), Lillich (53.) und Schäffler (59.) schraubten das Ergebnis in die Höhe. Damit konnte der ESV Kaufbeuren, der zuvor viermal in Folge vor den eigenen Fans ohne Punkte geblieben war, einen Kantersieg feiern. "Man sieht, wie wichtig im Sport die Psyche ist. Wenn es läuft, dann läuft es", sagte ESV-Trainer Andreas Brockmann, dessen Team auf dem 5. Platz steht. Crimmitschau rangiert an zehnter Stelle. Der Vorsprung auf die Play-down-Plätze beträgt weiter fünf Punkte.

Die letzten Partien haben gezeigt, dass der Eispiraten-Kader zu dünn besetzt ist. Am Sonntag waren die Ausfälle der Stürmer Christoph Kabitzky und Dominic Walsh nicht zu kompensieren. Die Suche nach Verstärkungen war in den vergangenen Wochen nicht von Erfolg gekrönt. "Der Markt ist leer", sagte Kim Collins. Er brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass einige DEL-Mannschaften, die nicht mehr in die Pre-Play-offs kommen können, demnächst ihren Kader reduzieren, um Kosten zu sparen. "Dann müssen aber auch die Spieler für die DEL 2 bereit sein", sagte der Coach.

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