Eispiraten gewinnen Penalty-Krimi

Gegen Spitzenreiter Freiburg hatte Eishockey-Zweitligist Crimmitschau das bessere Ende für sich. Für einen Akteur war es ein ganz besonderes Spiel.

Crimmitschau.

Für eine Überraschung haben die Eispiraten Crimmitschau in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL 2) gesorgt. Sie feierten am Sonntagabend einen 3:2 (0:2, 1:0, 1:0, 1:0)-Sieg nach Penaltyschießen gegen den Spitzenreiter Wölfe Freiburg. Austin Fyten verwandelte den entscheidenden Versuch für die Westsachsen. Das war der zwölfte Penalty in einem echten Krimi.

Die Gäste aus dem Breisgau profitierten im ersten Drittel gleich zweimal von ihrem Powerplay. Nikolas Linsenmaier (4.) und Jake Ustorf (16.) waren für Freiburg in Überzahl erfolgreich und verwandelten jeweils aus Nahdistanz. Bei beiden Gegentreffen saß Eispiraten-Stürmer Luca Gläser, der etwas übermotiviert wirkte, in der Kühlbox. Torhüter Patrick Cerveny war jeweils ohne Abwehrchance. Der Schlussmann verhinderte bei seinem Debüt im Eispiraten-Kasten allerdings einen höheren Rückstand, da er einen Alleingang von Christian Billich abwehren konnte (12.). Crimmitschau erarbeitete sich im ersten Drittel nur wenige gefährliche Situationen. Mitch Wahl vergab zweimal in Überzahl (9.). André Schietzold traf mit einem Schuss von der blauen Linie den Pfosten (19.).

Im zweiten Abschnitt präsentierten sich die Hausherren mit mehr Zug zum Tor. Christoph Körner verkürzte in der 27. Minute zum 2:1. Er musste die Scheibe nach einem Schuss von Adrian Grygiel, den der Freiburger Torhüter Ben Meisner prallen ließ, nur noch über die Linie drücken. In der Folgezeit ließen Adrian Grygiel (33.) und Felix Thomas (35.) gute Möglichkeiten zum Ausgleich ungenutzt. Auf der Gegenseite konnte sich Patrick Cerveny - er wurde nach der Partie ausgiebig von den Fans gefeiert - mehrfach auszeichnen. Er klärte in höchster Not mit seiner Fanghand bei zwei Versuchen von Luke Pither (35./39.).

Im letzten Drittel fand Crimmitschau zunächst lange kein Mittel gegen die kompakte Wölfe-Abwehr. In der Schlussphase warf die Mannschaft - angetrieben von den 1789 Zuschauern - noch einmal alles nach vorn und wurde belohnt. Mitch Wahl sorgte im Powerplay in der 57. Minute für das 2:2. Der Deutsch-Amerikaner traf mit einer Direktabnahme aus spitzem Winkel nach Vorarbeit von Ty Wishart. Damit ging es zunächst in die Verlängerung und dann ins Penaltyschießen.

Eispiraten-Trainer Daniel Naud konnte - im Vergleich zur 2:4-Niederlage am Freitag in Bad Tölz - wieder auf Stürmer Mitch Wahl zurückgreifen. Seine Frau wartet immer noch auf die Geburt ihres Kindes. Angreifer Lukas Vantuch fehlte aufgrund einer Knöchelverletzung in beiden Spielen.

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