Eispiraten-Keeper greift gleich zweimal daneben

Vor einer tollen Kulisse von 3325 Zuschauern hat der Eishockey-Zweitligist aus Crimmitschau im Derby gegen Weißwasser enttäuscht. Was ging schief?

Crimmitschau.

Der Arbeitstag von Torhüter Michael Bitzer vom Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau war am Freitagabend bereits nach 40 von 60 Spielminuten beendet. Trainer Daniel Naud entschied sich in der zweiten Drittelpause für einen Wechsel und schickte Patrik Cerveny zwischen die Pfosten. Die klare und auch in der Höhe verdiente 2:7 (2:3, 0:2, 0:2)-Heimniederlage gegen die Lausitzer Füchse aus Weißwasser ließ sich dadurch nicht verhindern. "Meine Hoffnung war, dass durch den Wechsel vielleicht noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft geht. Wir brauchen in den Play-downs zwei starke Torhüter mit Spielpraxis", sagte Coach Daniel Naud.

Im Sachsenderby machte Michael Bitzer vor allem bei den beiden Gegentoren im zweiten Drittel keine gute Figur. Jordan George fand beim Treffer zum 4:2 aus spitzem Winkel die Lücke zwischen der Schulter des Keepers und der Latte des Tores (25.). Brad Ross traf später mit einem harmlosen Schuss über die Fanghand von Michael Bitzer zum 5:2 (35.). Die Hartgummischeibe prallte vom Innenpfosten ins Tor. Nach den beiden Füchse-Treffern im Mitteldrittel war bei den Eispiraten die Luft raus. "Wir sind mit der nötigen Leidenschaft in das Spiel gegangen", freute sich Gästetrainer Corey Neilson, dessen Mannschaft von rund 400 gelb-blauen Anhängern unterstützt wurde.

Dagegen konnte sich Daniel Naud nur in der Anfangsphase am Auftritt seiner Mannschaft erfreuen. David Kuchejda brachte Crimmitschau mit einem platzierten Schuss in Führung (8.). Austin Fyten fälschte später im Powerplay einen Schuss von Ty Wishart zum 2:1 ab (10.). "Das Spiel hat für uns gut begonnen. Im zweiten und im dritten Abschnitt fehlte aber leider der letzte Biss", ärgerte sich Daniel Naud, der sich in der internen Auswertung wahrscheinlich Alex Wideman noch einmal zur Brust nehmen wird. Der Stürmer, der einen Block mit Adrian Grygiel und Mitch Wahl bildete, stand bei vier der sieben Gegentreffer auf dem Eis. Im Gegensatz zu Michael Bitzer erhielt Alex Wideman allerdings keine Denkpause auf der Bank.


Einen Monat für
nur 1€ testen.
Verlässliche Informationen sind jetzt besonders wichtig. Sichern Sie sich hier den vollen Zugriff auf freiepresse.de und alle FP+ Artikel.

JETZT 1€-TESTMONAT STARTEN 
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.