Eispiraten: Kein Grund für personelle Umstellungen

Eishockey: Carl Hudson bleibt wahrscheinlich nur die Zuschauerrolle

Crimmitschau.

Verteidiger Carl Hudson hat am Donnerstag das komplette Mannschaftstraining beim Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau absolviert. Der 35-Jährige, der zuletzt wegen einer Unterkörperverletzung pausieren musste, signalisierte nach der Übungseinheit, dass er für sein Comeback bereit ist. Trainer Mario Richer ließ allerdings noch offen, ob er den Routinier am heutigen Freitag (ab 20 Uhr) gegen die Kassel Huskies und am Sonntag (ab 17 Uhr) beim EC Bad Nauheim wieder einsetzen wird. "Wir entscheiden von Tag zu Tag. Dabei müssen wir auch abwarten, wie sein Körper auf die Belastung reagiert", sagt der Eispiraten-Coach, der auf den Ausländerpositionen die Qual der Wahl hat: Fünf Legionäre kämpfen um die vier Plätze für Kontingentspieler.

Nach den am vergangenen Wochenende gezeigten Leistungen gibt es eigentlich keinen Grund für personelle Veränderungen. Crimmitschau fuhr durch die Siege gegen Weißwasser und in Freiburg die optimale Ausbeute von sechs Punkten ein. Dabei erwies sich eine personelle Umstellung als kluger Schachzug: Stürmer Dominic Walsh verteidigte neben Felix Thomas. Verteidiger Niklas Heyer rückte in den Sturm an die Seite von Lukas Vantuch und Petr Pohl. "Dominic Walsh bringt viel Erfahrung mit und hat mich in der Abwehr überzeugt. Niklas Heyer ist ein kluger Spieler, der eine Partie lesen kann", sagt Richer zu den beiden vom Positionstausch betroffenen Akteuren.

Die Crimmitschauer, die auf dem siebenten Platz stehen, treffen auf zwei Gegner aus Hessen. Die Kassel Huskies führen souverän die Tabelle in der Deutschen Eishockey Liga 2 (DEL 2) an. "Kassel ist das beste Team der Liga", sagt Richer, dem eine Prognose zum EC Bad Nauheim schwer fällt. Die "Teufel" befanden sich nach positiven Corona-Fällen zuletzt in Quarantäne. "Wir wissen nicht, ob sich die Situation zu einem Vorteil oder einem Nachteil für uns entwickelt: Der Gegner kann seinen Rhythmus verloren haben, aber auch frisch und ausgeruht sein", sagt Richer. Bad Nauheim steht auf dem achten Rang. Mit den beiden Gegnern machten die Eispiraten in dieser Saison gute Erfahrungen: Sie gewannen im Dezember mit 5:4 in Kassel und mit 5:1 gegen Bad Nauheim. "Wenn wir in der Defensive ähnlich stabil wie am letzten Wochenende stehen, haben wir eine Chance auf Punkte", sagt Richer, der noch nicht auf den in dieser Woche verpflichteten Torhüter Ilya Andryukhov zurückgreifen kann. Der Deutsch-Russe wird frühestens am Wochenende erstmals mit seinen neuen Teamkollegen trainieren. Die Stürmer Lukas Lenk (Schulteroperation) und Vincent Schlenker (Hüftprobleme) fallen aus.

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