Eispiraten-Routinier beendet Torflaute

Lukas Vantuch vom Eis-hockey-Zweitligisten aus Crimmitschau hat seit Mitte Oktober auf ein Erfolgserlebnis gewartet. Beim Heimsieg am Freitag gegen Heilbronn traf der Tscheche gleich doppelt.

Crimmitschau.

Die Erleichterung stand Lukas Vantuch auf der Ehrenrunde und in den Interviews ins Gesicht geschrieben. Der tschechische Mittelstürmer in Diensten des Eishockey-Zweitligisten Eispiraten Crimmitschau hat nach 20 Partien ohne eigenen Treffer endlich seine Torflaute beendet. Der 32-jährige Routinier traf am Freitagabend beim 4:2 (2:1, 1:1, 1:0)-Sieg gegen die Heilbronner Falken gleich doppelt. "Das ist wahnsinnig gut für den Kopf", freute sich der Angreifer, der gemeinsam mit Adrian Grygiel und Christoph Körner stürmte.

Vor 1725 Zuschauern konnte Lukas Vantuch den Torreigen eröffnen und schließlich den Deckel drauf machen. Der Routinier brachte die Westsachsen in der fünften Minute in Führung. Nach einem Fehler der Falken im Aufbau kam die Scheibe zu Vantuch. Er wartete ganz lange und fand schließlich die Lücke - zwischen Torhüter Matthias Nemec und dem Pfosten. In der Schlussphase, als die Gäste mit zwei Feldspielern mehr auf dem Eis standen, bewies Vantuch erneut seine Übersicht. 18 Sekunden vor Ultimo versenkte er die Scheibe im verwaisten Tor des Tabellenzweiten. Im offiziellen Spielbericht wird Christoph Körner als Torschütze angegeben. Auf den Videobildern ist aber klar zu sehen, dass es sich um ein Vantuch-Tor handelt. Das ist für den Center aktuell Nebensache. "Unsere Formkurve zeigt nach oben. Wir haben schon in Landshut und gegen Frankfurt gut gespielt. Den Trend konnten wir nun fortsetzen", sagt der 1,96 Meter große Angreifer, Dies bestätigte sich auch beim 7:4-Auswärtssieg am Sonntag beim Derby in Weißwasser.

Während sich am Freitag gegen Heilbronn Lukas Vantuch und Austin Fyten, der in der 13. und der 30. Minute für die weiteren Eispiraten-Tore sorgen konnte, treffsicher präsentierten, ließen ihre Teamkollegen etliche hochkarätige Chancen ungenutzt. Crimmitschau bestimmte im ersten und im zweiten Drittel das Geschehen, kam immer wieder aus guten Positionen mit Direktabnahmen zum Abschluss. Christoph Körner traf erst Latte (25. Minute) und dann Pfosten (58.). "Wichtig war, dass wir auch nach vergebenen Chancen sofort und hart zurückgearbeitet haben", sagte Lukas Vantuch, der auch neben dem Eis momentan Geduld braucht. Sein lang ersehnter deutscher Pass wird frühestens im Frühjahr oder Sommer eintreffen. Bis dahin belastet er noch das Ausländerkontingent bei den Eispiraten.

Für die Trainer Daniel Naud (Crimmitschau) und Alexander Mellitzer (Heilbronn) stand fest, dass sich die Eispiraten durch eine couragierte Leistung die drei Punkte verdient haben. Die Übungsleiter sahen zwei disziplinierte Mannschaften. Die Referees mussten nur drei Zeitstrafen verhängen. "Wir haben aggressiv gespielt und clevere Entscheidungen getroffen", sagte Daniel Naud. Dazu gehörte beispielsweise auch eine Szene von Torhüter Michael Bitzer in der Schlussphase. Er ließ nach einem Maskentreffer sofort seine Schutzmaske auf das Eis fallen. Die Referees unterbrachen die Partie. Vor einigen Wochen wollte Bitzer bei einem Spiel gegen Landshut mit einer Handbewegung auf die Probleme hinweisen - und kassierte sofort einen Gegentreffer.

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